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Ausschreibung für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2020 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000,-  Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen und Institutionen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder  die sich mutig für den Kinderschutz und die Kinderrechte einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort – nur per Mail – Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2020 einzureichen. Die sechsköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, André Trepoll, CDU, Vizepräsident der Hamburger Bürgerschaft und Frau Dr. Isabella Vértes-Schütter, MdHB, SPD, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, entscheidet dann über die Preisvergabe. 

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen 6. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2020 im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 getötet worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert. 

Im Jahr 2019 wurden ca. 100 Kinder in Deutschland durch Misshandlungen getötet, 4100 Kinder körperlich misshandelt und 14000 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich fast 100 versuchte Tötungen an Kindern. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel ist mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern. 

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V., der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert, 2018 an die Babylotsen der Stiftung Seeyou des Katholischen Krankenhaus Wilhelmstift und 2019 an den ARCHE Hamburg e.V., der sich täglich um 500 Kinder und Jugendliche aus Jenfeld und Billstedt kümmert, um ihnen einen positiven schulischen und beruflichen Start ins Leben zu ermöglichen.

 

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31. Oktober 2020 an: 

michael.lezius(at)web.de

Für die digitale Bewerbung – maximal zwei Seiten –  bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namens und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an: 

Michael Lezius
Tel: (040) 603 95 64 
Mobil: 01577 – 273 24 53 
E-Mail: michael.lezius(at)web.de 

Dokumentation zur 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur erschienen

5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17.12.2019, 18.00 Uhr im Festsaal des Hamburger Rathauses
Yagmur Gedächtnisstiftung
Foto: Jasper Ehrich – www.jasper-ehrich.de

Am 17. Dezember 2019 fand die nunmehr 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Hamburger Rathaus statt. Die Reden und Vorträge sowie viele Fotos des Abends sind nun in einer Dokumentation erschienen. Sie steht hier als PDF zum Download bereit.

Mit ihrer jährlichen Gedenkveranstaltung erinnert die Yagmur Gedächtnisstiftung an den Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern ums Leben gebracht wurde, sowie an die Schicksale vieler weiterer Kinder, denen Ähnliches widerfahren ist.

Gleichzeitig sollen die Gedenkveranstaltungen Politikern aller demokratischen Parteien, Fachleuten, Akteuren im Kinderschutz und interessierten BürgerInnen die Möglichkeit zum Austausch geben. Ziel ist es die Rechte von Kindern zu stärken und zu verhindern, dass es zu weiteren Todesfällen durch Misshandlung kommt.

Michael Lezius mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard den Gründer der Yagmur Gedächtnisstiftung, Michael Lezius, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

Michael Lezius, Gründer und Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung, wurde für sein Engagement im Kinderschutz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte ihm Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard den Orden am 17. Februar 2020 im Hamburger Rathaus. Sie würdigte ihn für seinen jahrzehntelangen Einsatz für Kinderrechte und Kinderschutz und seinen damit verbundenen Beitrag zum Gemeinwohl.

Im Rahmen der Verleihung kündigte Michael Lezius an ein Mahnmal für die neun Kinder stiften zu wollen, die in den vergangenen 16 Jahren in Hamburg durch ihre Eltern gewaltsam ums Leben kamen. Dafür stellt er aus privaten Mitteln 50.000 Euro zur Verfügung Außerdem bemüht er sich darum, dass eine Hamburger Straße nach Yagmur benannt wird. Der Tod des dreijährigen Kindes und der anschließende Strafprozess gegen seine Eltern hatten Michael Lezius vor fünf Jahren dazu bewegt die Yagmur Gedächtnisstiftung zu gründen. Sein beharrliches und seit Jahrzehnten andauerndes Engagement für die Rechte von Kindern in Hamburg und bundesweit betonte auch Jan Haarmeyer. Der Journalist hielt eine Laudatio zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Michael Lezius.

Seit ihrer Gründung hält die Yagmur Gedächtnisstiftung alljährlich eine große Gedenkveranstaltung für Yagmur und andere gewaltsam zu Tode gekommene Kinder ab. Zum 18. Dezember, Yagmurs Todestag, versammelt die Stiftung Akteure und Experten aus Politik, Verwaltung, Justiz, Medizin und sozialer Arbeit zum Thema Kinderschutz und informiert über aktuelle Entwicklungen, wie etwa das Vorhaben Kinderrechte vorrängig im Grundgesetz zu verankern. Jährlich veröffentlicht die Stiftung einen Bericht über die Arbeit des Hamburger Senats in Sachen Kinderschutz. Und sie veranstaltet Workshops, um wichtige Akteure zu dem Thema zu vernetzen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Alle Reden der Verleihung zum Nachlesen:

Hier sehen Sie die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Michael Lezius im Video:

Sachstandsbericht zur Kinderschutzpraxis

Welche Anstrengungen unternehmen politische Parteien, Behörden, Gerichte, Wissenschaftler, Verbände und Medien, um Kinder in der Hansestadt Hamburg und bundesweit besser zu schützen? Die Yagmur Gedächtnisstiftung trägt jedes Jahr eine Fülle an Material zusammen, um zu dokumentieren, wie Fälle von Kindesmisshandlung untersucht und geahndet werden – und an welchen Stellen es zu teilweise schweren Versäumnissen kommt. Sie zeigt auch auf, welche Maßnahmen gefordert und diskutiert, und welche Gesetzesvorhaben schließlich auf den Weg gebracht wurden.

Zur 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17. Dezember 2019 ist der Sachstandsbericht 2019 erschienen. Auf rund 100 Seiten wird der Status Quo im Kinderschutz aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Es wird deutlich, dass noch längst nicht genügend getan wird, um gewaltsame und tödliche Übergriffe auf Kinder zu verhindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung setzt sich auf verschiedenen Ebenen dafür ein, dass Kinder mehr Rechte bekommen und besser geschützt werden. Sie versteht sich auch als Brückenbauer zwischen Behörden, Ärzten, Kitas und Schulen, Gutachtern, Gerichten etc.

Alle bisherigen Sachstandsberichte seit 2016 sind hier abrufbar.

Yagmur Erinnerungspreis 2019 geht an ARCHE Hamburg e.V.

Tobias Lucht (rechts) und Susanne Bensel nahmen für die ARCHE Hamburg den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019 entgegen. Der Jury-Vorsitzende Helge Adolphsen gratulierte den Preisträgern im Rahmen der 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17.12.2019 im Hamburger Rathaus. (Foto: Jasper Ehrich – www.jasper-ehrich.de)

Die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung hat sich entschieden: Der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019 geht an den ARCHE Hamburg e.V.. Tobias Lucht, leitender Sozialpädagoge bei der ARCHE und Susanne Bensel, Vorsitzende des Fördervereins, nahmen den Preis am 17. Dezember 2019 im Rahmen der 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Hamburger Rathaus entgegen.

In seiner Laudatio hob der Jury-Vorsitzende Helge Adolphsen das besondere Engagement der ARCHE in Jenfeld und Billstedt hervor: Als private Initiative, die keine staatlichen Fördergelder bezieht, hilft die ARCHE seit mittlerweile 13 Jahren Kindern, Jugendlichen aus ärmeren Familien. Vernachlässigte Kinder aus oft schwierigen Familienverhältnissen bekommen in der ARCHE warme Mahlzeiten, Kleidung, Unterstützung bei den Hausaufgaben und vor allem eins: Zuwendung. In der ARCHE treffen sie SpielkameradInnen, unternehmen gemeinsame Ausflüge und feiern Geburtstage, wie Tobias Lucht in seiner Dankesrede schilderte. Manche Kinder erfahren dort zum ersten Mal in ihrem Leben Beachtung und Wertschätzung.

Die ARCHE arbeitet mit pädagogischem Fachpersonal, aber auch mit vielen Ehrenamtlichen. Einige Jugendliche, die jahrelang in der ARCHE betreut wurden, sind inzwischen ehrenamtlich dort tätig und geben auf diese Weise etwas zurück. Der Förderverein unterstützt die ARCHE unter anderem beim Fundraising und ermöglicht den Kindern und Jugendlichen in Jenfeld und Billstedt damit verlässliche Betreuungsangebote. Die Vorsitzende Susanne Bensel betonte, wie sehr die Arbeit der ARCHE von Spenden abhängig ist und bat in diesem Zusammenhang auch die anwesenden Politiker sich für eine staatliche Unterstützung der ARCHE-Einrichtungen einzusetzen.

Der von Michael Lezius gestiftete Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ wurde in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Bisher erhielten die Auszeichnung der Arbeitskreis Dulsberg, der Verein Augenblicke, die Stiftung SeeYou mit ihrem Projekt Babylotsen und nun der ARCHE Hamburg e.V..

Verlängerung der Bewerbungsfrist für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019 bis zum 31.10.2019

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000,- Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen und Institutionen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder die sich mutig für den Kinderschutz, die Kinderrechte und das Kindeswohl einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort – nur per Mail – Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2019 einzureichen. Die sechsköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, André Trepoll, CDU – Fraktionsvorsitzender in der Hamburger Bürgerschaft und Frau Dr. Isabella Vértes-Schütter, SPD, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, entscheidet dann über die Preisvergabe.

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung am 17. Dezember im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 getötet worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert. Im Jahr 2018 wurden 136 Kinder in Deutschland durch Misshandlungen getötet, 4129 Kinder körperlich misshandelt und 14000 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 98 versuchte Tötungen an Kindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel ist mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern.
Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V., der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert, 2018 an die Babylotsen der Stiftung Seeyou des Katholischen Krankenhaus Wilhelmstift.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31. Oktober 2019 an: lezius[at]yagmur-stiftung.hamburg.

Für die digitale Bewerbung – maximal zwei Seiten – bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namens und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Einladung zur 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17. Dezember 2019

Zum fünften Mal lädt die Yagmur Gedächtnisstiftung ein zu einer Gedenkveranstaltung für Yagmur. Das Mädchen starb am 18. Dezember 2013 nach schwerer Misshandlung durch ihre eigenen Eltern. Mit einem abendfüllenden Programm macht die Stiftung am 17. Dezember 2019 um 18 Uhr auf das Schicksal von Kindern wie Yagmur aufmerksam. Dabei ist Platz für das Gedenken an die vielen jungen Opfer familiärer Gewalt, aber auch für Maßnahmen und Lösungsvorschläge, um Kinder in Zukunft besser zu schützen. Die 5. Gedenkveranstaltung findet zum Thema „Qualitätsoffensive im Kinderschutz: Justiz, Medizin, Soziale Arbeit“ mit prominenten Gästen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur im Hamburger Rathaus statt.

Anmeldungen bitte bis zum 10. Dezember 2019 per E-Mail an: emb2008[at]gmx.de

Das vollständige Programm zur 5. Gedenkveranstaltung finden Sie hier als PDF.

Dokumentation zur 4. Gedenkveranstaltung erschienen

Dokumentation der 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2018

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten kommen im Hamburger Rathaus Menschen zusammen, um dem Tod der kleinen Yagmur zu gedenken. Die Veranstaltung wird aber auch dafür genutzt, um nach vorne zu blicken und Impulse zu geben für einen besseren Kinderschutz in Hamburg und der gesamten Bundesrepublik. Expert*innen und Akteure aus verschiedenen Bereichen berichten auf dieser jährlichen Gedenkveranstaltung von ihrer Forschung und praktischen Arbeit.

Am 18. Dezember 2018 waren die ehemalige Justizsenatorin von Hamburg und Berlin, Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, der Kinderschutz-Rechtsexperte Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo sowie der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission zum Kinderschutz der Hamburger Bürgerschaft, Daniel Oetzel (FDP), zu Gast. Der Hamburger Kinderliedautor Rolf Zuckowski berichtete von seinem Engagement für Kinder und musizierte gemeinsam mit dem Kinder-Mandolinenorchester Hamburg-St. Georg. Außerdem wurde die Stiftung SeeYou für ihr Programm „Babylotsen“ mit dem Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2018 ausgezeichnet.

Alle Redebeiträge der 4. Gedenkveranstaltung wurden mit vielen Fotos in einer Dokumentation veröffentlicht. Sie kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Workshop zum Kinderschutz in Hamburg am 31.8.2019

Die Yagmur Gedächtnisstiftung lädt zum 2. Dialogtag über Kinderschutz in Hamburg ein. Am 31. August 2019 veranstaltet sie zum zweiten Mal einen Workshop, bei dem verschiedene Akteure und Interessenten Erfahrungen und Gedanken rund um den Kinderschutz austauschen können. Die Stiftung möchte mit dem Dialogtag Brücken bauen für eine bessere Kommunikation aller am Kinderschutz Beteiligten.

Workshop beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz in Hamburg – Foto: Silke Hirschfeld

Prof. Dr. Tilman Lutz vom Rauhen Haus und Prof. Dr. Ludwig Salgo von der Goethe-Universität Frankfurt werden im Rahmen des Workshoptags Fachvorträge halten zur Beteiligung von Herkunfts- und Pflegefamilien.

Moderiert wird die Veranstaltung von den Sozialpädagoginnen und Systemischen Beraterinnen Anita Hüseman und Uta Behrend.

31. August 2019, 11-18 Uhr
Haus der Familie, St. Pauli
Bei der Schilleroper 15
22767 Hamburg (U3 – Feldstraße)

Das Programm zum Workshop ist hier als Download verfügbar.

Anmeldung zum Workshop bis zum 26.8.2019 unter Angabe des Namens/Institution, der Adresse und Telefonnummer per E-Mail an michael.lezius@web.de

Bewerbung für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000,-  Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen und Institutionen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder  die sich mutig für den Kinderschutz, die Kinderrechte und das Kindeswohl einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort – nur per Mail – Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2019 einzureichen. Die sechsköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, André Trepoll, CDU – Fraktionsvorsitzender in der Hamburger Bürgerschaft und Frau Dr. Isabella Vértes-Schütter, SPD, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, entscheidet dann über die Preisvergabe. 

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung am 17. Dezember 2019 im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 getötet worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert. 

Im Jahr 2018 wurden 136 Kinder in Deutschland durch Misshandlungen getötet, 4129 Kinder körperlich misshandelt und 14000 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 98 versuchte Tötungen an Kindern. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel ist mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern. 

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V., der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert, 2018 an die Babylotsen der Stiftung Seeyou des Katholischen Krankenhaus Wilhelmstift.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 30. September 2019 an: lezius@yagmur-stiftung.hamburg

Für die digitale Bewerbung – maximal zwei Seiten –  bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namens und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an: 

Michael Lezius: Tel: (040) 603 95 64 

Mobil: 01577 – 273 24 53 

E-Mail: lezius@yagmur-stiftung.hamburg