Videorückblick: 6. Gedenkveranstaltung und Yagmur Erinnerungspreis 2021

 

Am 18. Dezember 2021 erinnerte die Yagmur Gedächtnisstiftung wieder mit einer Veranstaltung an den Tod von Yagmur. Das Mädchen aus Hamburg starb am 18. Dezember 2013 im Alter von drei Jahren nach schweren Misshandlungen durch ihre leiblichen Eltern. Michael Lezius und seine Stiftung engagieren sich seit dem für einen besseren Kinderschutz in Hamburg und bundesweit. Die 6. Gedenkveranstaltung stand unter dem Motto „Kein Kind darf zurückbleiben – Kinderarmut, Bildung, Kinderschutz“ und wurde per Livestream aus dem Hamburger Rathaus übertragen. Zu Gast waren:

Moderation: Vanessa Seifert, Hamburger Abendblatt

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2021 verliehen. Nachdem in den vergangenen Jahren Institutionen für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden, ging der Preis dieses Mal an eine Einzelperson: Dr. Claudia Maria Schmidt vom Altonaer Kinderkrankenhaus war von der Jury für ihr Engagement in Sachen Kinderschutz als diesjährige Preisträgerin ausgewählt worden. Helge Adolphsen hielt als Vorsitzender der Stiftungsjury die Laudatio und übergab die Urkunde. 

Ein Videorückblick von Alexander Müller-Elsner im Auftrag der Yagmur Gedächtnisstiftung. Den Mitschnitt der gesamten Veranstaltung finden Sie hier.

Dr. Claudia Maria Schmidt mit Yagmur Erinnerungspreis 2021 ausgezeichnet

Stifter Michael Lezius (link) und Jury-Vorsitzender Helge Adolphsen gratulieren Dr. Claudia Maria Schmidt zu ihrer Auszeichnung mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2021 Foto: Jasper Ehrich

Die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung hat in diesem Jahr zum ersten Mal eine Einzelperson mit dem Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ ausgezeichnet. Er ging in diesem Jahr an Dr. Claudia Maria Schmidt, die für ihr Engagement als Kinderschutzkoordinatorin im Altonaer Kinderkrankenhaus geehrt wurde. Der mit 2000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der 6. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2021 im Hamburger Rathaus verliehen.

Jury-Vorsitzender Helge Adolphsen würdigte die Preisträgerin in seiner Laudatio mit den Worten: „Frau Dr. Schmidt ist nicht nur besonders engagiert, sondern vertritt leidenschaftlich das Kindeswohl. Sie brennt dafür, dieses Thema nicht nur in der Klinik, sondern auch in unserer Stadt und gesellschaftsbezogen voranzubringen. Auf sie trifft der Satz des Kirchenvaters Augustin aus dem vierten Jahrhundert zu: „Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden.““

Dr. Claudia Schmidt bedankte sich ihrerseits für die Auszeichnung: „Es ist mir eine große Ehre, erstmals als Einzelperson den Yagmur-Erinnerungspreis entgegennehmen zu dürfen. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und Anerkennung, die ich insbesondere im Kontext des medizinischen Kinderschutzes sehe. Ich stehe hier stellvertretend für die gesamte Kinderschutzgruppe im Altonaer Kinderkrankenhaus. Guten Kinderschutz kann man nämlich nicht allein machen.“

Der Yagmur Erinnerungspreis wird seit 2016 einmal jährlich an besonders für den Kinderschutz engagierte Einrichtungen und Personen vergeben. Bisherige Preisträger waren der „Arbeitskreis Dulsberg“ (2016), der „AugenBlicke e. V. (2017), die „Babylotsen der Stiftung Seeyou“ (2018) und der „ARCHE Hamburg e.V.“ (2019) sowie 2020 der Elternkurs „Sicherer Hafen“ des Hamburger Vereins „Von Anfang an e.V.“ und der BerntSteinKinder Stiftung.

Livestream der 6. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2021

Zum sechsten Mal lädt die Yagmur Gedächtnisstiftung ein zu einer Gedenkveranstaltung für Yagmur – dieses Mal für alle Zuschauerinnen und Zuschauer via Livestream aus dem Hamburger Rathaus. Das Mädchen starb am 18. Dezember 2013 nach schwerer Misshandlung durch ihre eigenen Eltern. Mit einem Programm zum Thema „Kein Kind darf zurückbleiben: Kinderarmut – Bildung – Kinderschutz“ macht die Stiftung am 18. Dezember 2021 von 18-20 Uhr auf das Schicksal von Kindern wie Yagmur aufmerksam. Dabei ist Platz für das Gedenken an die vielen jungen Opfer familiärer Gewalt, aber auch für Maßnahmen und Lösungsvorschläge, um Kinder in Zukunft besser zu schützen. Die 6. Gedenkveranstaltung findet mit prominenten Gästen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur im Hamburger Rathaus statt. Für Redebeiträge eingeladen sind unter anderem Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin fürs Sozialforschung (WZB), und Prof. Dr. Jörg Maywald, Honorarprofessor für Kinderrechte und Kinderschutz an der FH Potsdam. 

Das vollständige Programm zur 6. Gedenkveranstaltung finden Sie hier als PDF.

Ausschreibung für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2021

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000,- Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen und Institutionen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen, oder die sich mutig für den Kinderschutz und die Kinderrechte einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort – nur per Mail – Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2021 einzureichen. Die sechsköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, André Trepoll, CDU, Vizepräsident der Hamburger Bürgerschaft und Frau Dr. Isabella Vértes-Schütter, MdHB, SPD, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, entscheidet dann über die Preisvergabe. 

Die Preisverleihung wird auch – nach dem Ausfall 2020 – in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen 6. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2021 im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 getötet worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert. 

Im Jahr 2020 wurden 152 Kinder in Deutschland durch Misshandlungen getötet (Steigerung um 35 %), 4512 Kinder körperlich misshandelt und 16921 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 134 versuchte Tötungen an Kindern. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel ist mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern. 

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V., der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert, 2018 an die Babylotsen der Stiftung Seeyou des Katholischen Krankenhaus Wilhelmstift und 2019 an den ARCHE Hamburg e.V., der sich täglich um 500 Kinder und Jugendliche aus Jenfeld und Billstedt kümmert, um ihnen einen positiven Start ins Leben zu ermöglichen. 2020 wurde das Projekt „Elternkurs: Sicherer Hafen“ der BerndtSteinKinder-Stiftung und dem Verein „Von Anfang an“ ausgezeichnet. 

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31. Oktober 2021 an: 

michael.lezius (at) web.de

Für die digitale Bewerbung – maximal zwei Seiten – bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namens und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen. 

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an: 
Michael Lezius: Tel: (040) 603 95 64 
Mobil: 01577 – 273 24 53 
E-Mail: michael.lezius (at) web.de 

Website: www.yagmur-stiftung.hamburg 

Ausschreibung für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2020 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000,-  Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen und Institutionen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder  die sich mutig für den Kinderschutz und die Kinderrechte einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort – nur per Mail – Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2020 einzureichen. Die sechsköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, André Trepoll, CDU, Vizepräsident der Hamburger Bürgerschaft und Frau Dr. Isabella Vértes-Schütter, MdHB, SPD, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, entscheidet dann über die Preisvergabe. 

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen 6. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2020 im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 getötet worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert. 

Im Jahr 2019 wurden ca. 100 Kinder in Deutschland durch Misshandlungen getötet, 4100 Kinder körperlich misshandelt und 14000 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich fast 100 versuchte Tötungen an Kindern. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel ist mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern. 

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V., der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert, 2018 an die Babylotsen der Stiftung Seeyou des Katholischen Krankenhaus Wilhelmstift und 2019 an den ARCHE Hamburg e.V., der sich täglich um 500 Kinder und Jugendliche aus Jenfeld und Billstedt kümmert, um ihnen einen positiven schulischen und beruflichen Start ins Leben zu ermöglichen.

 

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31. Oktober 2020 an: 

michael.lezius(at)web.de

Für die digitale Bewerbung – maximal zwei Seiten –  bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namens und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an: 

Michael Lezius
Tel: (040) 603 95 64 
Mobil: 01577 – 273 24 53 
E-Mail: michael.lezius(at)web.de 

Dokumentation zur 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur erschienen

5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17.12.2019, 18.00 Uhr im Festsaal des Hamburger Rathauses
Yagmur Gedächtnisstiftung
Foto: Jasper Ehrich – www.jasper-ehrich.de

Am 17. Dezember 2019 fand die nunmehr 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Hamburger Rathaus statt. Die Reden und Vorträge sowie viele Fotos des Abends sind nun in einer Dokumentation erschienen. Sie steht hier als PDF zum Download bereit.

Mit ihrer jährlichen Gedenkveranstaltung erinnert die Yagmur Gedächtnisstiftung an den Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern ums Leben gebracht wurde, sowie an die Schicksale vieler weiterer Kinder, denen Ähnliches widerfahren ist.

Gleichzeitig sollen die Gedenkveranstaltungen Politikern aller demokratischen Parteien, Fachleuten, Akteuren im Kinderschutz und interessierten BürgerInnen die Möglichkeit zum Austausch geben. Ziel ist es die Rechte von Kindern zu stärken und zu verhindern, dass es zu weiteren Todesfällen durch Misshandlung kommt.

Michael Lezius mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard den Gründer der Yagmur Gedächtnisstiftung, Michael Lezius, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

Michael Lezius, Gründer und Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung, wurde für sein Engagement im Kinderschutz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte ihm Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard den Orden am 17. Februar 2020 im Hamburger Rathaus. Sie würdigte ihn für seinen jahrzehntelangen Einsatz für Kinderrechte und Kinderschutz und seinen damit verbundenen Beitrag zum Gemeinwohl.

Im Rahmen der Verleihung kündigte Michael Lezius an ein Mahnmal für die neun Kinder stiften zu wollen, die in den vergangenen 16 Jahren in Hamburg durch ihre Eltern gewaltsam ums Leben kamen. Dafür stellt er aus privaten Mitteln 50.000 Euro zur Verfügung Außerdem bemüht er sich darum, dass eine Hamburger Straße nach Yagmur benannt wird. Der Tod des dreijährigen Kindes und der anschließende Strafprozess gegen seine Eltern hatten Michael Lezius vor fünf Jahren dazu bewegt die Yagmur Gedächtnisstiftung zu gründen. Sein beharrliches und seit Jahrzehnten andauerndes Engagement für die Rechte von Kindern in Hamburg und bundesweit betonte auch Jan Haarmeyer. Der Journalist hielt eine Laudatio zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Michael Lezius.

Seit ihrer Gründung hält die Yagmur Gedächtnisstiftung alljährlich eine große Gedenkveranstaltung für Yagmur und andere gewaltsam zu Tode gekommene Kinder ab. Zum 18. Dezember, Yagmurs Todestag, versammelt die Stiftung Akteure und Experten aus Politik, Verwaltung, Justiz, Medizin und sozialer Arbeit zum Thema Kinderschutz und informiert über aktuelle Entwicklungen, wie etwa das Vorhaben Kinderrechte vorrängig im Grundgesetz zu verankern. Jährlich veröffentlicht die Stiftung einen Bericht über die Arbeit des Hamburger Senats in Sachen Kinderschutz. Und sie veranstaltet Workshops, um wichtige Akteure zu dem Thema zu vernetzen und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Alle Reden der Verleihung zum Nachlesen:

Hier sehen Sie die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Michael Lezius im Video:

Sachstandsbericht zur Kinderschutzpraxis

Welche Anstrengungen unternehmen politische Parteien, Behörden, Gerichte, Wissenschaftler, Verbände und Medien, um Kinder in der Hansestadt Hamburg und bundesweit besser zu schützen? Die Yagmur Gedächtnisstiftung trägt jedes Jahr eine Fülle an Material zusammen, um zu dokumentieren, wie Fälle von Kindesmisshandlung untersucht und geahndet werden – und an welchen Stellen es zu teilweise schweren Versäumnissen kommt. Sie zeigt auch auf, welche Maßnahmen gefordert und diskutiert, und welche Gesetzesvorhaben schließlich auf den Weg gebracht wurden.

Zur 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17. Dezember 2019 ist der Sachstandsbericht 2019 erschienen. Auf rund 100 Seiten wird der Status Quo im Kinderschutz aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Es wird deutlich, dass noch längst nicht genügend getan wird, um gewaltsame und tödliche Übergriffe auf Kinder zu verhindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung setzt sich auf verschiedenen Ebenen dafür ein, dass Kinder mehr Rechte bekommen und besser geschützt werden. Sie versteht sich auch als Brückenbauer zwischen Behörden, Ärzten, Kitas und Schulen, Gutachtern, Gerichten etc.

Alle bisherigen Sachstandsberichte seit 2016 sind hier abrufbar.

Yagmur Erinnerungspreis 2019 geht an ARCHE Hamburg e.V.

Tobias Lucht (rechts) und Susanne Bensel nahmen für die ARCHE Hamburg den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019 entgegen. Der Jury-Vorsitzende Helge Adolphsen gratulierte den Preisträgern im Rahmen der 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 17.12.2019 im Hamburger Rathaus. (Foto: Jasper Ehrich – www.jasper-ehrich.de)

Die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung hat sich entschieden: Der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019 geht an den ARCHE Hamburg e.V.. Tobias Lucht, leitender Sozialpädagoge bei der ARCHE und Susanne Bensel, Vorsitzende des Fördervereins, nahmen den Preis am 17. Dezember 2019 im Rahmen der 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Hamburger Rathaus entgegen.

In seiner Laudatio hob der Jury-Vorsitzende Helge Adolphsen das besondere Engagement der ARCHE in Jenfeld und Billstedt hervor: Als private Initiative, die keine staatlichen Fördergelder bezieht, hilft die ARCHE seit mittlerweile 13 Jahren Kindern, Jugendlichen aus ärmeren Familien. Vernachlässigte Kinder aus oft schwierigen Familienverhältnissen bekommen in der ARCHE warme Mahlzeiten, Kleidung, Unterstützung bei den Hausaufgaben und vor allem eins: Zuwendung. In der ARCHE treffen sie SpielkameradInnen, unternehmen gemeinsame Ausflüge und feiern Geburtstage, wie Tobias Lucht in seiner Dankesrede schilderte. Manche Kinder erfahren dort zum ersten Mal in ihrem Leben Beachtung und Wertschätzung.

Die ARCHE arbeitet mit pädagogischem Fachpersonal, aber auch mit vielen Ehrenamtlichen. Einige Jugendliche, die jahrelang in der ARCHE betreut wurden, sind inzwischen ehrenamtlich dort tätig und geben auf diese Weise etwas zurück. Der Förderverein unterstützt die ARCHE unter anderem beim Fundraising und ermöglicht den Kindern und Jugendlichen in Jenfeld und Billstedt damit verlässliche Betreuungsangebote. Die Vorsitzende Susanne Bensel betonte, wie sehr die Arbeit der ARCHE von Spenden abhängig ist und bat in diesem Zusammenhang auch die anwesenden Politiker sich für eine staatliche Unterstützung der ARCHE-Einrichtungen einzusetzen.

Der von Michael Lezius gestiftete Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ wurde in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Bisher erhielten die Auszeichnung der Arbeitskreis Dulsberg, der Verein Augenblicke, die Stiftung SeeYou mit ihrem Projekt Babylotsen und nun der ARCHE Hamburg e.V..