Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken – Rückblick auf die dritte Gedenkveranstaltung für Yagmur

Stifter Michael Lezius begrüßte die 200 Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius begrüßte die 200 Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius begrüßte die 200 Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Jasper Ehrich

Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) sprach ein Grußwort. Foto: Jasper Ehrich

Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) sprach ein Grußwort. Foto: Jasper Ehrich

Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) sprach ein Grußwort. Foto: Jasper Ehrich

Der Kaisersaal im Hamburger Rathaus war voll besetzt: 200 Gäste kamen zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017. Foto: Jasper Ehrich

Der Kaisersaal im Hamburger Rathaus war voll besetzt: 200 Gäste kamen zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017. Foto: Jasper Ehrich

Der Kaisersaal im Hamburger Rathaus war voll besetzt: 200 Gäste kamen zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017. Foto: Jasper Ehrich

Auf dem Programm der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur stand auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz. V.l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard Suess, Gina Graichen, Jonny Jacob, Heinzjürgen Ertmer (Moderation), Viola Laux und Prof. Dr. Ludwig Salgo. Foto: Jasper Ehrich

Auf dem Programm der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur stand auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz. V.l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard Suess, Gina Graichen, Jonny Jacob, Heinzjürgen Ertmer (Moderation), Viola Laux und Prof. Dr. Ludwig Salgo. Foto: Jasper Ehrich

Auf dem Programm der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur stand auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz. V.l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard Suess, Gina Graichen, Jonny Jacob, Heinzjürgen Ertmer (Moderation), Viola Laux und Prof. Dr. Ludwig Salgo. Foto: Jasper Ehrich

Helge Adolphsen, ehemaliger Hauptpastor von St. Michaelis und Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: Der Verein AugenBlicke e.V. wurde mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Helge Adolphsen, ehemaliger Hauptpastor von St. Michaelis und Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: Der Verein AugenBlicke e.V. wurde mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Helge Adolphsen, Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: Der Verein AugenBlicke wurde mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Laudator Helge Adolphsen (links) und Stifter Michael Lezius freuen sich mit den beiden Vertreterinnen von AugenBlicke e.V.. Der Verein erhielt den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017. Foto: Jasper Ehrich

Laudator Helge Adolphsen (links) und Stifter Michael Lezius freuen sich mit den beiden Vertreterinnen von AugenBlicke e.V.. Der Verein erhielt den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017. Foto: Jasper Ehrich

Laudator Helge Adolphsen (links) und Stifter Michael Lezius freuen sich mit den beiden Vertreterinnen von AugenBlicke e.V.. Der Verein erhielt den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017. Foto: Jasper Ehrich

Grund zur Freude hatte der Verein AugenBlicke e.V.: Das Team wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Grund zur Freude hatte der Verein AugenBlicke e.V.: Das Team wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Grund zur Freude hatte der Verein AugenBlicke e.V.: Das Team wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Nach dem offiziellen Teil der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur kamen die Gäste beim Get Together ins Gespräch und informierten sich an den Ständen der Mitveranstalter über weitere Kinderschutzprojekte in Hamburg. Foto: Jasper Ehrich

Nach dem offiziellen Teil der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur kamen die Gäste beim Get Together ins Gespräch und informierten sich an den Ständen der Mitveranstalter über weitere Kinderschutzprojekte in Hamburg. Foto: Jasper Ehrich

Nach dem offiziellen Teil der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur kamen die Gäste beim Get Together ins Gespräch und informierten sich an den Ständen der Mitveranstalter über weitere Kinderschutzprojekte in Hamburg. Foto: Jasper Ehrich

Kinderschutz war auch in den Gesprächsrunden nach dem offiziellen Veranstaltungsteil ein wichtiges Thema. V.l.n.r.: Stefan Renz, Arzt und Mitglied der Stiftungs-Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung, Philipp Heißner, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (CDU), Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist aus Frankfurt/Main, Prof. Dr. Klaus Puschel, Hamburger Rechtsmediziner und Stifter Michael Lezius. Foto: Jasper Ehrich

Kinderschutz war auch in den Gesprächsrunden nach dem offiziellen Veranstaltungsteil ein wichtiges Thema. V.l.n.r.: Stefan Renz, Arzt und Mitglied der Stiftungs-Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung, Philipp Heißner, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (CDU), Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist aus Frankfurt/Main, Prof. Dr. Klaus Puschel, Hamburger Rechtsmediziner und Stifter Michael Lezius. Foto: Jasper Ehrich

Kinderschutz war auch in den Gesprächsrunden nach dem offiziellen Veranstaltungsteil ein wichtiges Thema. V.l.n.r.: Dr. Stefan Renz, Hamburger Kinderarzt und Mitglied der Stiftungs-Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung, Philipp Heißner, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (CDU), Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist aus Frankfurt/Main, Prof. Dr. Klaus Puschel, Hamburger Rechtsmediziner, und Stifter Michael Lezius. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius (rechts) begrüßte den Hamburger Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU) als Gast bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius (rechts) begrüßte den Hamburger Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU) als Gast bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius (rechts) begrüßte den Hamburger Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU) als Gast bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Der Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung lud zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 ins Hamburger Rathaus ein: Stifter Michael Lezius (links) und Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung. Foto: Jasper Ehrich

Der Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung lud zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 ins Hamburger Rathaus ein: Stifter Michael Lezius (links) und Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung. Foto: Jasper Ehrich

Der Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung lud zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 ins Hamburger Rathaus ein: Stifter Michael Lezius (links) und Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung. Foto: Jasper Ehrich

Das Ligatura Quartett unter der Leitung von Robert Löcken (links) sorgte für den musikalischen Rahmen bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Das Ligatura Quartett unter der Leitung von Robert Löcken (links) sorgte für den musikalischen Rahmen bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Das Ligatura Quartett unter der Leitung von Robert Löcken (links) sorgte für den musikalischen Rahmen bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Der Deutsche Kinderverein aus Essen informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Mit Hilfe prominenter Botschafter hat der Verein eine Kampagne gegen Kindesmisshandlung gestartet. Foto: Jasper Ehrich

Der Deutsche Kinderverein aus Essen informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Mit Hilfe prominenter Botschafter hat der Verein eine Kampagne gegen Kindesmisshandlung gestartet. Foto: Jasper Ehrich

Der Deutsche Kinderverein aus Essen informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Mit Hilfe prominenter Botschafter hat der Verein eine Kampagne gegen Kindesmisshandlung gestartet. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger Ehlerding-Stiftung informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihr Projekt mitKids Aktivpatenschaften. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger Ehlerding-Stiftung informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihr Projekt mitKids Aktivpatenschaften. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger Ehlerding-Stiftung informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihr Projekt mitKids Aktivpatenschaften. Foto: Jasper Ehrich

Der Landesverband Hamburg, Mitglied im SozialVerband Deutschland (SoVD), informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Landesverband Hamburg, Mitglied im SozialVerband Deutschland (SoVD), informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Landesverband Hamburg, Mitglied im SozialVerband Deutschland (SoVD), informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger BerndtSteinKinder Stiftung informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Projekte. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger BerndtSteinKinder Stiftung informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Projekte. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger BerndtSteinKinder Stiftung informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Projekte. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "Von Anfang an" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "Von Anfang an" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "Von Anfang an" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Die API Kinder- und Jugendstiftung aus Hamburg informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Arbeit. Ihre aktuelle Kampagne #schüttelntötet macht auf die gefährlichen Folgen eines Schütteltraumas aufmerksam. Foto: Jasper Ehrich

Die API Kinder- und Jugendstiftung aus Hamburg informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Arbeit. Ihre aktuelle Kampagne #schüttelntötet macht auf die gefährlichen Folgen eines Schütteltraumas aufmerksam. Foto: Jasper Ehrich

Die API Kinder- und Jugendstiftung aus Hamburg informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Arbeit. Ihre aktuelle Kampagne #schüttelntötet macht auf die gefährlichen Folgen eines Schütteltraumas aufmerksam. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "SchreiBabyAmbulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfe" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "SchreiBabyAmbulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfe" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "SchreiBabyAmbulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfe" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

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Am 18.12.2017 fand die 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur unter dem Motto „Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken“ im Hamburger Rathaus statt. 200 Gäste kamen auf Einladung der Yagmur Gedächtnisstiftung und vieler Mitveranstalter im Kaisersaal zusammen.

Nach einer kurzen Einführung von Stifter Michael Lezius richtete Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard ein Grußwort an die Gäste. In einer anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage, wie Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser geschützt werden können. Wie sich der Hamburger Senat im vergangenen Jahr dem Thema Kinderschutz angenommen hat, verdeutlicht der Sachstandsbericht 2017, den die Yagmur Gedächtnisstiftung zur Gedenkveranstaltung veröffentlicht hat.

Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war die Verleihung des Yagmur Erinnerungspreises 2017. Die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung wird an eine Person oder Organisation vergeben, die sich in besonderer Weise für den Kinderschutz engagiert. In diesem Jahr wurde der Hamburger Verein AugenBlicke geehrt. Helge Adolphsen, Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio. Der Yagmur Erinnerungspreis war 2016 erstmals verliehen worden. Erster Preisträger war der Arbeitskreis Dulsberg mit seiner Plakatkampagne „Wir vom Dulsberg sagen NEIN“.

Pressemitteilung: AugenBlicke e.V. erhält Yagmur Erinnerungspreis 2017

3. Gedenkveranstaltung für Yagmur mit Verleihung des Yagmur-Erinnerungspreises „Zivilcourage im Kinderschutz“ und Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen?“       

Der Tod der dreijährigen Yagmur im Jahr 2013 hat die Hamburger so schockiert, dass viele Menschen den Kinderschutz in der Stadt verbessern wollen und sich der Yagmur Gedächtnisstiftung anschließen. Der 18. Dezember, Yagmurs Todestag, ist also zugleich Gedenktag und Tag der Mahnung für die Stärkung von Kinderrechten.

Schon die Tatsache, dass 18 Mitveranstalter den 3. Gedenktag für Yagmur gemeinsam tragen, zeigt den Willen, im Kinderschutz voranzukommen. Und das ist dringend nötig, denn seit Yagmurs Tod sind zwei weitere Kinder, Tayler (2015) und Ayesha (2017), unter der Aufsicht der Behörden an häuslicher Gewalt gestorben. „Das können wir nicht akzeptieren“, sagt Michael Lezius, Vorsitzender der Yagmur Gedächtnisstiftung, und fordert mehr Sicherheit für Kinder.

Lezius leistet einen Beitrag dazu, dass Kinder bei Vernachlässigung und körperlicher oder seelischer Misshandlung gesehen werden. Er setzt sich mit seiner Stiftung dafür ein, dass Jugendhilfe, Gerichte, Politik und nicht zuletzt die Zivilgesellschaft tätig werden. „Diesen Kindern muss bei Gefahr sofort geholfen werden“, sagt Lezius „ehe noch Schlimmeres geschieht.“ Er postuliert eine „Kultur der Achtsamkeit und des Handelns“ gegenüber Kindern.

Bei der Veranstaltung im Rathaus spricht die Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Dr. Melanie Leonhard (SPD) ein Grußwort. Sie geht darin auf die aktuelle Lage in Hamburg ein, zeigt Probleme und Lösungsansätze auf. Auch die von der Stadt geplanten Initiativen in der Jugendhilfe werden Thema sein.“ Für den Hamburger Senat hat der Schutz von Kindern oberste Priorität. Deshalb setzen wir uns für  eine stetige Weiterentwicklung des Kinderschutzes ein. Dies kann nur gelingen, wenn die unterschiedlichen Institutionen wie Jugendhilfe, Schule, Gesundheit und Polizei eng vernetzt zusammenarbeiten und das Wohl des Kindes stets in den Mittelpunkt stellen.“ (Dr. Melanie Leonhard)

Auf dem Podium diskutieren zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen?“ Jonny Jacob (25), Pflegekind, Prof. Dr. Gerhard Suess, Entwicklungspsychologe, HAW Hamburg, Gina Graichen, Landeskriminalamt Berlin, Viola Laux, BASFI, und Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist und Mitglied der „Enquete-Kommission Kinderschutz“ in Hamburg. Moderator ist Heinz-Jürgen Ertmer, Jugendamtsleiter und Coach in Herten, NRW.

Mit dem-Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ werden jetzt zum zweiten Mal Menschen und Institutionen ausgezeichnet, die sich beispielhaft für den Kinderschutz einsetzen. Den diesjährigen Preis erhält „AugenBlicke e.V.“ Hamburg für die hervorragende Arbeit mit „belasteten Familien“. Helge Adolphsen, Hauptpastor em. St. Michaelis, hält die Laudatio.

Am 18.12. veröffentlicht die Yagmur Gedächtnisstiftung zudem den 90-seitigen Sachstandsbericht 2017 zur Kinderschutzpraxis des Hamburger Senats.

Kontakt:

Michael Lezius
lezius@yagmur-stiftung.hamburg

3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2017

Unter dem Motto „Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken“ findet am Montag, den 18. Dezember 2017 die 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur statt. Die Yagmur Gedächtnisstiftung lädt gemeinsam mit den Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen alle Interessierten ab 19 Uhr in den Kaisersaal des Hamburger Rathauses ein. Bereits ab 17.30 Uhr können Besucher mit Kooperationspartnern der Yagmur Gedächtnisstiftung an Infoständen zum Thema Kinderschutz ins Gespräch kommen.

Zu Beginn der Gedenkveranstaltung wird Senatorin Dr. Melanie Leonhard, Präses der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, ein Grußwort sprechen. Anschließend diskutieren Gäste auf dem Podium zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen?“. Moderiert wird die Runde von Heinzjürgen Ertmer, ehemaliger Sozialarbeiter und Jugendamtsleiter aus Herten.

Bereits zum zweiten Mal wird in diesem Jahr der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ vergeben. Helge Adolphsen, früherer Hauptpastor von St. Michaelis Hamburg und Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hält die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger. Die Jury zeichnet aus allen eingegangenen Bewerbungen eine Person oder Institution aus, die sich mutig für den Kinderschutz einsetzt. Im vergangenen Jahr wurde der Arbeitskreis Dulsberg mit seiner Plakatkampagne „Wir vom Dulsberg sagen NEIN“ geehrt. Der Yagmur Erinnerungspreis ist mit 2000 Euro dotiert und wird seit 2016 im Rahmen der jährlichen Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember vergeben.

Mit der Gedenkveranstaltung möchte die Yagmur Gedächtnisstiftung auf Gesetzeslücken und Versäumnisse im Kinderschutz aufmerksam machen. Gleichzeitig will sie die beteiligten Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringen, um an Lösungen für einen besseren Kinderschutz zu arbeiten. In der Yagmur Gedächtnisstiftung engagieren sich Vertreter aus allen Bereichen dafür, dass sich Schicksale wie das von Yagmur nicht wiederholen. Das Mädchen aus Hamburg war am 18. Dezember 2013 durch Misshandlungen ihrer Eltern ums Leben gekommen.

Erschüttert von den Versäumnissen der Behörden, die im Rahmen des PUA Yagmur und des Gerichtsprozesses gegen Yagmurs Eltern ans Licht gekommen waren, gründete Michael Lezius im April 2016 die Yagmur Gedächtnisstiftung. Er ist selbst Vater und Pflegevater von inzwischen erwachsenen Kindern.

 

Anmeldungen für die 3. Gedenkveranstaltung bitte mit Angabe des Namens, der Adresse und Telefonnummer bitte bis zum 11. Dezember per E-Mail an anmeldung@yagmur-stiftung.hamburg.

Der Programmflyer für die 3. Gedenkveranstaltung steht hier als PDF zum Download bereit.

Pressemitteilung: Bewerbungsfrist für Yagmur Erinnerungspreis verlängert

Pressemitteilung

Hamburg, den 06.10.2017

Verlängerung der Bewerbungsfrist für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ bis zum 31.10.17

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder Institutionen, die sich mutig für den Kinderschutz einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2017 einzureichen. Die siebenköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e. V., entscheidet dann über die Preisvergabe.

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung an Yagmurs Todestag, dem 18. Dezember, im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 umgebracht worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert.

Im Jahr 2016 wurden 133 Kinder in Deutschland von den Eltern durch Misshandlungen getötet, 4204 Kinder körperlich misshandelt, und 13210 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 78 versuchte Tötungen an Kindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel: Mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern.

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31.10.2017 an: lezius@yagmur-stiftung.hamburg oder per Post an:

Yagmur Gedächtnisstiftung
Erika-Mann-Bogen 15
22081 Hamburg

Für die Bewerbung bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namen und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an Michael Lezius:
Tel: (040) 603 95 64
Mobil: 01577 – 273 24 53

E-Mail: lezius@yagmur-stiftung.hamburg
Website: yagmur-stiftung.hamburg

Stifter Michael Lezius im Interview

Anfang September war Stifter Michael Lezius zu Gast im Patriotischen Salongespräch bei TIDE TV. Eineinhalb Stunden interviewte ihn Ruth-Esther Geiger zu seinem Werdegang und seinem vielfältigen Engagement in Sachen Kinderschutz. In dem Gespräch erläutert Michael Lezius, warum er die Yagmur Gedächtnisstiftung gegründet hat und sich für gesetzlich verankerte Kinderrechte einsetzt.

Das Interview ist in voller Länge auf YouTube abrufbar.

Dokumentation der zweiten Gedenkveranstaltung für Yagmur erschienen

Dokumentation zur zweiten Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2016

Am 18. Dezember 2016 fand die zweite Gedenkveranstaltung für Yagmur im Hamburger Rathaus statt. Dazu hat die Yagmur Gedächtnisstiftung nun eine Dokumentation (PDF-Download) herausgebracht.

Darin enthalten sind die Wortbeiträge der Redner sowie Fotos der Veranstaltung. Außerdem wird der Arbeitskreis Dulsberg vorgestellt, der von der Stiftung mit dem Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2016 ausgezeichnet worden ist. Darüber hinaus gibt die Kurzfassung eines vom Stiftungskuratorium in Auftrag gegebenen Sachstandsberichts Einblick in die derzeitige Kinderschutzpraxis des Hamburger Senats. Der Ausschnitt aus einem Fachbeitrag von Stiftungsjury-Mitglied Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo und Prof. Dr. phil. Mériem Diouani-Streek erläutert außerdem die Hintergründe zur rechtlichen Stellung von Pflegeeltern.

Als Vertreter der Bundesregierung sprach Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, bei der zweiten Gedenkveranstaltung über die politischen Bemühungen für besseren Kinderschutz. Sein Redebeitrag ist ebenfalls in der nun erschienenen Dokumentation enthalten.

Vor dreieinhalb Jahren, am 18. Dezember 2013, starb die kleine Yagmur aus Hamburg. Das Mädchen war erst drei Jahre alt, als es nach schwerer Misshandlung durch die leiblichen Eltern den Tod fand. Die Yagmur Gedächtnisstiftung nimmt nun jedes Jahr den Todestag von Yagmur zum Anlass, um auf das Schicksal von misshandelten und getöteten Kindern aufmerksam zu machen.

Pressemitteilung: Bewerbung für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2017

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder Institutionen, die sich mutig für den Kinderschutz einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2017 einzureichen. Die siebenköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e. V., entscheidet dann über die Preisvergabe.

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung an Yagmurs Todestag, dem 18. Dezember, im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 umgebracht worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert.

Im Jahr 2016 wurden 133 Kinder in Deutschland von den Eltern durch Misshandlungen getötet, 4204 Kinder körperlich misshandelt, und 13210 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 78 versuchte Tötungen an Kindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel: Mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern.

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 30. September 2017 an: lezius@yagmur-stiftung.hamburg oder per Post an: Yagmur Gedächtnisstiftung, Erika-Mann-Bogen 15, 22081 Hamburg 

Für die Bewerbung bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namen und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an

Michael Lezius: Tel: (040) 603 95 64
Mobil: 01577 – 273 24 53
E-Mail: lezius(at)yagmur-stiftung.hamburg
Website: yagmur-stiftung.hamburg

Pressemitteilung: Yagmur Gedächtnisstiftung begrüßt Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern

Hamburg, den 13.4.2017

Stellungnahme der Yagmur Gedächtnisstiftung, Hamburg zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz-KJSG) vom 12.4.2017

Die Yagmur Gedächtnisstiftung Hamburg begrüßt die Verabschiedung des Entwurfes des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes durch die Bundesregierung. „Ein jahrzehntelanger Traum ist endlich in Erfüllung gegangen, dass nun das Gericht die Möglichkeit hat, den dauerhaften Verbleib eines Pflegekindes in seiner Pflegefamilie anzuordnen, wenn eine Verbesserung des Erziehungsverhältnisses in der Herkunftsfamilie weder erreicht wurde noch zu erwarten ist“, so Michael Lezius, der Gründer und Vorsitzender der Yagmur Gedächtnisstiftung.

Hierauf einigten sich erfreulicherweise CDU/CSU und SPD noch vor Ende der Legislaturperiode. Nun wird es Aufgabe des Parlamentes sein, den Gesetzesentwurf zügig zu verabschieden, nicht zu verwässern und in Kraft zu setzen. Der Gesetzesentwurf ist ausgewogen, stärkt leibliche Eltern und Pflegeeltern durch Unterstützungs- und Beratungsansprüche und stärkt damit den Kinderschutz in leiblichen Familien und in Pflegefamilien. Aus der Sicht von Kindern – vor allem vor dem Hintergrund des Zeitempfindens der Kleinkinder – ist dem Kontinuitätsbedürfnis von Pflegekindern Rechnung getragen.

Besonders bedeutsam ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den für ihr Aufwachsen maßgeblichen Entscheidungsprozessen. Dafür bedarf es starker Netzwerke, gerade auch aus der Zivilgesellschaft. Bisher sind die Kinder häufig aus dem Blick geraten, wenn es um Elternrechte und Elternpflichten ging. Lezius: „Die starken Rechte der Kinder spiegeln die Ziele der UN – Kinderechtskonvention wider, denn im Streitfall sollte immer das Kindeswohl Vorrang haben.“

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss in Hamburg zum Fall „Yagmur“ hat die mangelnde Kooperation zwischen Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Strafverfolgungsbehörden und den Familiengerichten scharf kritisiert.

Lezius: „Diese Kooperation wird nun endlich stattfinden und kein Niemandsland mehr existieren, in das die Kinder fallen. Zugleich werden die Ärzte, die Kindeswohlgefährdungen melden, in den weiteren Heilungs- und Entwicklungsprozess beteiligt und eingebunden.“

Die Erkenntnisse der Neurobiologie zur Stabilität, Verlässlichkeit und Sicherheit finden Eingang ins Gesetz, denn Trennungsängste, Beziehungsabbrüche, Bindungsverluste, fehlende Zuwendung und mangelnde Liebe stören die Vernetzung der Gehirnzellen, verhindern das Urvertrauen und schädigen weiter die belasteten und traumatisierten Pflegekinder.

Lezius: „Es ist kaum zu ertragen, wenn Pflegekinder zurück in ihre Herkunftsfamilie müssen und dort wiederholt schwere Gewalt erleben, und in Einzelfällen sogar sterben, wie wir es in Hamburg bei Yagmur (3) und Tayler (1) erlebt haben. Das darf nicht passieren.“

 

In der Yagmur Gedächtnisstiftung wirken mit:

Vorstand: Marcus Buschka, Michael Lezius

Kuratorium: Volker Krampe, Birgit Nabert, Stephanie Nannen, Margot Reinig, Christoph de Vries

Stiftungsjury: Helge Adolphsen, Rainer Becker, Dr. Stefan Renz, Prof. Dr. Ludwig Salgo, Prof. Dr. Gerhard Suess, André Trepoll, Dr. Isabella Vértes-Schütter

Bilder von der zweiten Gedenkveranstaltung für Yagmur

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Yagmur-Gedenkveranstaltung 2016 - Mit einer jährlichen Gedenkveranstaltung zu ihrem Todestag erinnert die Yagmur Gedächtnisstiftung an das Schicksal der kleinen Yagmur. Sie starb im Alter von nur drei Jahren nach Misshandlung durch die leiblichen Eltern. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Kind bereits seit Längerem in Obhut der Behörden. Foto: Nilay Pavlovic
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Am 18.12.2016 fand im Kaisersaal des Hamburger Rathauses die 2. Gedenkveranstaltung für Yagmur statt. Das Mädchen war im Alter von drei Jahren nach Misshandlung durch ihre leiblichen Eltern gestorben. Die von Michael Lezius neu gegründete Yagmur Gedächtnisstiftung vergab nun erstmals den mit 2000 Euro dotierten Yagmur-Erinnerungspreis. Außerdem veröffentlichte sie einen Sachstandsbericht zur Kinderschutzpraxis des Hamburger Senats.

Yagmur Gedächtnisstiftung vergibt Kinderschutz-Preis an Arbeitskreis Dulsberg

Petra Daszkowski und Jürgen Fiedler vom Arbeitskreis Dulsberg nahmen stellvertretend den Yagmur-Erinnerungspreis 2016 entgegen, den Michael Lezius (links) gestiftet hat. Foto: Nilay Pavlovic
Petra Daszkowski und Jürgen Fiedler vom Arbeitskreis Dulsberg nahmen stellvertretend den Yagmur-Erinnerungspreis 2016 entgegen, den Michael Lezius (links) gestiftet hat. Foto: Nilay Pavlovic

Die Yagmur Gedächtnisstiftung hat am 18. Dezember 2016 im Rahmen einer Gedenkveranstaltung mit rund 100 Gästen im Hamburger Rathaus an den Tod der kleinen Yagmur erinnert. In seiner Begrüßungsrede beschrieb Stifter Michael Lezius, wie das Schicksal des Mädchens, das vor drei Jahren nach schwerer Misshandlung durch die leiblichen Eltern verstorben war, ihn zum Handeln bewogen hat. Seit März 2016 setzt sich die von ihm gegründete Yagmur-Stiftung für mehr Kinderschutz in Hamburg ein.

Dazu gehört auch der Preis „Zivilcourage im Kinderschutz“, der nun zum ersten Mal vergeben wurde. In diesem Jahr bekam der Arbeitskreis Dulsberg diese mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Plakatkampagne zum Kinderschutz.

Preis für Plakatkampagne zum Kinderschutz

Jürgen Fiedler und Petra Daszkowski nahmen den Preis stellvertretend für die im Arbeitskreis Dulsberg vertretenen Personen und Organisationen entgegen. Hauptpastor em. Helge Adolphsen würdigte als Vorsitzender der Stiftungsjury die Plakataktion in einer Laudatio: „Diese Stadtteilkampagne zum Schutz von Kindern dient der Bewusstseinsschärfung und Bewusstseinsveränderung. Sie ist kommunikativ geplant, wird kommunikativ gesteuert, ist pädagogisch, psychologisch professionell gemacht. Sie zielt auf „normale“ Menschen und auf die Übergriffigkeiten, die in den besten Familien vorkommen. Die intendierte persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Gewaltpotential, das in jedem steckt, wird so angeregt. Die Basis für die Kampagne zielt auf Prävention. Das und die hoch professionelle und umfassende Kommunikation und Implantierung des Themas in einen Stadtteil ist preiswürdig.“

„Schwachstellen im Kinderschutz aufdecken“

André Trepoll, Fraktionsführer der CDU in der Hamburger Bürgerschaft, leitete den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Fall Yagmur. Auch er ist Mitglied der Stiftungsjury, die den diesjährigen Preisträger ausgewählt hat. In seinem Grußwort hob er hervor, wie wichtig die Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderschutz ist: „Es geht darum, Schwachstellen in der Kinderschutzarbeit aufzudecken, unser Jugendhilfesystem zu verbessern und eine dauerhafte Sensibilisierung für den Kinderschutz in Hamburg sicherzustellen.“ Zuvor hatte Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) aus seiner Sicht Stellung genommen zur aktuellen Kinderschutzpraxis.

Sachstandsbericht vorgestellt

Bei der Gedenkveranstaltung, die von der Hamburger Journalistin Stephanie Nannen moderiert wurde, stellte die Yagmur-Stiftung auch ihren in Auftrag gegebenen Sachstandsbericht zum Kinderschutz vor. Margot Reinig vom Kuratorium und Prof. Dr. Ludwig Salgo von der Stiftungsjury formulierten daraus Schlussfolgerungen und Forderungen an Politik und Behörden, um den Kinderschutz zu verbessern und Fälle wie den von Yagmur und anderen Kindern in Zukunft zu verhindern.

 

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Yagmur Gedächtnisstiftung vom 18.12.2016 zur 2. Gedenkveranstaltung für Yagmur und Verleihung des Yagmur Erinnerungspreises im Hamburger Rathaus.