Wolfgang Hammer fordert unabhängigen Kinderrechtsbeauftragten

Dr. Wolfgang Hammer, langjähriger Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe der Hamburger Sozialbehörde, war Anfang Juni zu Gast beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz.

Dr. Wolfgang Hammer beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz in Hamburg – Foto: Christian Rosenfeld

„Brücken bauen für Hamburgs Kinder gelingt nicht als Kuschelkurs, sondern setzt die ernsthafte Auseinandersetzung um Probleme und Handlungsbedarfe zum Wohl unserer Kinder voraus“, sagte Hammer in seinem Vortrag. An die Hamburger Politik appellierte er: „Geben Sie dem Thema Kinderrechte als Parlament eine hohe Priorität und setzen Sie sich für einen unabhängigen Beauftragten für Kinderrechte der Hamburgischen Bürgerschaft ein!“

Workshop beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz in Hamburg – Foto: Silke Hirschfeld

Der 1. Dialogtag zum Kinderschutz fand am 6. Juni 2018 auf Initiative der Yagmur Gedächtnisstiftung im Hamburger Stadtteil St. Pauli statt. Stifter Michael Lezius hatte verschiedene Akteure zu einem gemeinsamen Workshop eingeladen. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Bereichen kamen dabei zusammen – aus Politik und Verwaltung, Jugendamt und Familiengericht, Pflegelternverbänden und Stiftungen, Beratungsstellen und Vereinen. Sie trafen sich im Haus der Familie St. Pauli, um sich einen Tag lang in geschützter Atmosphäre auszutauschen und darüber nachzudenken, wie der Kinderschutz in Hamburg verbessert werden kann. Nach der Begrüßung durch Michael Lezius und dem Vortrag von Dr. Wolfgang Hammer arbeiteten die Teilnehmer in Gruppen an Themen wie Vernetzung und Partizipationsmöglichkeiten der verschiedenen Akteure sowie konkrete Hilfe für betroffene Kinder.

 

Zum Download:

Vortrag von Dr. Wolfgang Hammer zum Thema „Sieben Brücken für Hamburgs Kinder“ beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz

Dokumentation zur 3. Gedenkveranstaltung erschienen

Dokumentation zur dritten Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus

Am 18. Dezember 2013 starb Yagmur im Alter von nur drei Jahren an den Folgen schwerer Misshandlung durch ihre Eltern. Den Todestag des kleinen Mädchens aus Hamburg nimmt die Yagmur Gedächtnisstiftung jährlich zum Anlass, um auf das Schicksal vernachlässigter Kinder aufmerksam zu machen. Die dritte Gedenkveranstaltung im vergangenen Dezember stand unter der Forderung „Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken“. Zu Gast war unter anderen Dr. Melanie Leonhard, Hamburger Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (SPD). Die Beiträge der Gedenkveranstaltung vom 18.12.2017 im Hamburger Rathaus sind nun zusammengefasst als Dokumentation erschienen. Sie kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Einladung zum Workshop „Sieben Blicke auf den Kinderschutz“

Die Yagmur Gedächtnisstiftung lädt ein zum Workshop „Sieben Blicke auf den Kinderschutz“ am 9. Juni 2018 von 11 bis 18 Uhr im Haus der Familie St. Pauli. Ziel der Veranstaltung ist es Brücken zu bauen zwischen den verschiedenen Akteuren im Kinderschutz, das Verständnis untereinander zu stärken, Perspektivwechsel zu ermöglichen und Kooperation zu fördern. Teilnehmen können Interessierte nach vorheriger Anmeldung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Der Workshop ist der Auftakt zur neuen Reihe „Dialog über Kinderschutz in Hamburg“, die die Yagmur Gedächtnisstiftung veranstaltet.

Das Programm zum Workshop finden Sie hier als PDF zum Download.

Veranstaltungsort: Haus der Familie St. Pauli, Bei der Schilleroper 15, 22767 Hamburg (U-Bahn Feldstraße)

Anmeldung zum Workshop bis zum 6. Juni 2018 unter Angabe des Namens, der Adresse und Telefonnummer per E-Mail an:
michael.lezius ‚at‘ web.de.

Stifter Michael Lezius mit Karl-Joachim Dreyer-Preis ausgezeichnet

Stifter Michael Lezius

Im Rahmen eines Stiftertreffens in Hamburg am 28. März 2018 wurde Michael Lezius, Gründer der Yagmur Gedächtnisstiftung, mit dem Karl-Joachim Dreyer-Preis ausgezeichnet. Dr. Harald Vogelsang, Vorstandsvorsitzender der Haspa Hamburg Stiftung, überreichte im Namen der Jury den Preis und ehrte Michael Lezius damit für sein Engagement in Sachen Kinderschutz. Michael Lezius hatte seine Stiftung im April 2016 in Gedenken an die durch ihre leiblichen Eltern zu Tode misshandelte Yagmur gegründet. „Für ihn war Yagmurs Tod Anlass für ein großartiges Engagement zum besseren Schutz von Kindern. – Und damit gibt er dem unfassbaren Tod der kleinen Yagmur vielleicht doch noch etwas wie einen Sinn“, sagte Harald Vogelsang in seiner Laudatio.

Michael Lezius möchte sich mit diesen persönlichen Worten für die Auszeichnung bedanken:

Es war wahrlich eine Überraschung als ich erfuhr, dass ich den Karl-Joachim Dreyer-Preis für mein Lebenswerk erhalten sollte. Mein Dank geht daher an alle Kuratoriumsmitglieder, die diese Entscheidung getroffen haben. Ich nehme den Preis gerne an, auch im Namen meiner Mitstreiter. Ich bin mir der Ehre bewusst, dass viele andere potenzielle Preisträger zur Diskussion standen. Ich empfinde, dass ich diesen Preis stellvertretend für alle Menschen in Hamburg erhalte, die sich für den Kinderschutz, das Kindeswohl und die Kinderrechte einsetzen.

Vor 40 Jahren begann mein Engagement für Kinderschutz beim Deutschen Kinderschutzbund in Köln. Mit meiner Familie kümmerten wir uns um Kinder in Köln-Chorweiler, einem Stadtteil ähnlich wie Steilshoop. Wir spielten, malten und sangen mit den Kindern, gaben ihnen Zuwendung und Wertschätzung. Dort entstand die Idee, ein Kind in unsere Familie aufzunehmen. Es sollten schließlich zwei Kinder werden. Auf einmal hatten wir neben zwei leiblichen Kindern auch zwei Pflegekinder und erfuhren, was das bedeutet, wenn Kinder wie Schränke hin- und hergeschoben werden. Belastbare Bindungen entstehen nachhaltig nur bei Kontinuität. Kinder binden sich ganz kurzfristig an Bezugspersonen, auch wenn die politisch Verantwortlichen dies nicht vorsehen, nicht wahrnehmen und nicht einsehen. Schon damals lernte ich die Unzulänglichkeiten in der Jugendhilfe kennen. Vom Ausland (Schweiz, England, USA) könnten wir manches lernen, doch bei uns herrschte – häufig auch noch heute – die Überzeugung „Blut ist dicker als Wasser“.

1986 kamen zum „ 1. Tag des Kindeswohls“ 300 Menschen aus ganz Deutschland nach Kassel, um sich mit den Bedürfnissen von Kleinkindern zu befassen. Daraus entwickelte sich die „ Stiftung zum Wohl des Pflegekindes“ in Holzminden. Diese Stiftung feierte 2017 ihr erfolgreiches 25- jähriges Wirken.

2007 zog ich nach Hamburg und verfolgte die hiesige Jugendhilfe-Szene. Seit 13 Jahren sind in Hamburg sieben Kinder unter der Obhut der staatlichen Behörden von den Eltern getötet worden. Yagmurs Tod war der Anlass, die Yagmur Gedächtnisstiftung zu gründen. Wir wollen die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse des Kindes nach Schutz und Entwicklung sensibilisieren.

Jedes Jahr sterben 130 Kinder aus allen gesellschaftlichen Schichten in Deutschland, 100 davon unter 6 Jahre, 4000 Kinder werden schwer misshandelt und krankenhausreif geschlagen. Dem wollen wir etwas entgegensetzen. 1000 Kindeswohlgefährdungen gibt es pro Jahr in Hamburg. Wir setzen uns dafür ein, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, so wie es auch die neue große Koalition in Berlin plant. Wir wollen, dass die Kinderrechte über den Elternrechten stehen, wenn Kinder massiver Gewalt und nachhaltiger Vernachlässigung ausgesetzt werden – auch psychischer Gewalt.

Wichtig ist es – so plant es auch der Gesetzgeber – die leiblichen Eltern rechtzeitig umfänglich zu stützen, damit Kinder das Notwendige bekommen. Deshalb informieren wir uns im Rahmen des Familienausschusses der Bürgerschaft und der Enquete-Kommission Kinderschutz über die Kindersituation in Hamburger Familien, nicht nur aber vor allem bei den 70.000 Kindern, die an oder unter der Armutsgrenze leben. Wir sind im Dialog mit Organisationen, Behörden, der Politik und der Zivilgesellschaft. Eine renommierte Kinderschutzexpertin in Hamburg sagte mir 2015 bei Gründung der Yagmur Gedächtnisstiftung: „Wenn wir alle Kinderschutzvorschriften einhalten würden, wären manche Stadtteile in Hamburg kinderfrei“. Deshalb fördern wir auch Projekte wie Arbeitskreis Dulsberg und AugenBlicke e.V. , die Prävention praktizieren, um Kinder vor Gewalt zu schützen. Wir wollen Brückenbauer zwischen Eltern, Pflegeeltern, Jugendhilfe, Behördenleitung, Gericht, Politik und Medizin sein. Wir wissen was Prävention kostet. Doch es rechnet sich. Erst wenn das nicht funktioniert, sind Inobhutnahmen angesagt.

Angesichts des demographischen Wandelns, der Digitalisierung der Arbeitswellt und der Globalisierung wird es in der Zukunft kaum noch einfache („low“) Arbeitsplätze geben. Wir sind daher alle aufgerufen – dabei sende ich einen Appell an Sie alle – Kinder aus prekären Familiensituationen zu fördern, sie nicht zurückzulassen, denn wir können es uns nicht leisten, die besagten 70.000 Kinder nicht optimal zu unterstützen. Es ist wichtig eine Kosten-Nutzen-Analyse im Bereich Bildung und Erziehung vorzunehmen. Für den Bereich „Frühe Hilfen“ des Nationalen Zentrums für Frühe Hilfen gibt es positive Ergebnisse: eingesetzte Mittel schaffen in den ersten drei Jahren einen 60-fachen ökonomischen Nutzen. Auch bei der internationalen Minnesota-Langzeitstudie (USA) gibt es ähnliche Ergebnisse. Bei 6000 US-Dollar an Kosten entstanden langfristig Einsparungen von 24.000 US-Dollar bis zum 15. Lebensjahr. Langzeitstudien, wie die Minnesota-Studie liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, was zu gelingender Entwicklung von 0 bis 40 (USA) trotz Armut und anderer Risiken (d.h. Resilienz) beiträgt und ermöglicht gezielte Unterstützung. Die so entwickelten Hilfen wurden wiederum auf ihre Wirksamkeit überprüft (z.B. STEEP) , sodass wir mittlerweile mit Fug und Recht sagen können, dass diese Hilfen bei den Kindern ankommen und den Kindern wirklich helfen. Natürlich sind diese Hilfen keine Wunderwaffen und es bleiben immer noch Kinder, denen wir damit – auch wenn wir diese Hilfen ständig verbessern – nicht ausreichend helfen können. Hier müssen Kinder so schnell wie möglich gute Pflegefamilien finden. Auch hier müssen wir unsere Instrumente schärfen und ständig weiterentwickeln.

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. James Heckman (Universität Chicago) weist in seiner Analyse über das Perry-Vorschulprogramm eine 7- 10%- ige Rendite auf der Basis von Schul- und Berufsleistungen nach, sowie reduzierte Kosten in der Früherziehung, der Gesundheit und im Strafsystem. Prof. Heckmans neueste Studie analysiert das „Care-Programm“. Zusammenfassend ergibt es hohe Qualität bei der Vorschulförderung für benachteiligte Kinder, wobei eine 13 %-ige Rendite pro Kind und Jahr erbracht wird bezogen auf Erziehung, Wirtschaft, Gesundheit und soziale Fähigkeiten.

Wir benötigen alle Kinder als vollwertige, kreative und leistungsbegeisterte Menschen und Bürger in Deutschland – angesichts des Geburtenrückganges von 1,2 Mill. auf 0,7 Mill. Kinder pro Jahr – um die Unternehmen, die Demokratie, das Sozialgefüge, den Wohlstand der Bürger, die Renten etc. zu erhalten und Altersarmut zu begrenzen. Deutschland und die EU stehen im Wettbewerb mit wachsenden Regionen wie China und Indien und anderen Gebieten in der Welt. Wir sind nur konkurrenzfähig mit anspruchsvollen Arbeitsplätzen und damit qualifizierten Bürgern. Von daher sollten alle Kinder – gerade auch die benachteiligten Kinder – einen Anspruch auf intensive Förderung haben. Sie sollten ihr volles Potenzial entwickeln können, so wie die Kinder aus bürgerlichen Akademikerfamilien. Das beginnt schon im Krippenalter.

Die Wirtschaftsverbände sind gut beraten, langfristige Investitionen in Kinder zu unterstützen. Es ist in ihrem Interesse. Das Kölner „Institut der Wirtschaft“ der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände schreibt: „Der Ausbau der Ganztagsbetreuung von Kindern bei Bildung und Integration rechnet sich gesamtfiskalisch. Zusätzliche Einnahmen sowie Ausgabensenkungen ermöglichen eine Selbstfinanzierungsquote von 45 % im Bereich 1- 6 Jahre und von 70 % bei Ganztagsschulen.“

Bei Vermeidung von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung entsteht ein zwanzigfacher Nutzen, denn Delinquenz und Wertschöpfungsverluste im Erwerbssystem (Arbeitslosigkeit, geringe Qualifikation) werden vermieden. Es führt zu einer „doppelten Rendite“.

Für die 70.000 Kinder an der Armutsgrenze aus Hamburg müssen wir daher pro Jahr 90 Mill. € im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (1200 € pro Kind /pro Jahr) investieren, um nicht die Arbeitslosen und Hilfeempfänger von morgen zu generieren. Der Gesetzgeber ist hier gefordert. Lassen wir Kinder zurück, landen diese häufig in Heimen, wo sie dem Steuerzahler 200 – 500 € pro Tag kosten. Von der Humanität eines christlichen Abendlandes ganz abgesehen!

Wir von der Yagmur Gedächtnisstiftung führen am 9.6.2018 einen Workshop durch, um gelungene und misslungene Kinderschutzfälle in Hamburg anzusehen. Daraus wollen wir Konsequenzen ziehen und allen Kinderschutzorganisationen ermuntern, sich zu vernetzen und mit einer abgestimmten Stimme zu sprechen.

Porträts über Preisträger AugenBlicke e.V. veröffentlicht

Der Hamburger Verein AugenBlicke hat den Yagmur Erinnerungspreis 2017 erhalten. Foto: Jasper Ehrich

Der Verein AugenBlicke e.V. hat im Dezember den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2017 erhalten. Inzwischen sind zwei ausführliche Porträts über unseren Preisträger in den Medien erschienen: Das Hamburger Abendblatt druckte einen großen Artikel über Heidi Rosenfeld, die Gründerin von AugenBlicke. Und bei Sat.1 lief gerade ein Beitrag über das Engagement des Vereins für junge Mütter und ihre Kinder.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung vergibt den Erinnerungspreis seit 2016 ein Mal pro Jahr an eine Person oder Organisation, die sich in besonderem Maß für den Kinderschutz einsetzt. Erster Preisträger im Jahr 2016 war der Arbeitskreis Dulsberg. Er wurde damit für seine Plakatkampagne „Wir vom Dulsberg sagen: NEIN!“ geehrt.

Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken – Rückblick auf die dritte Gedenkveranstaltung für Yagmur

Stifter Michael Lezius begrüßte die 200 Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius begrüßte die 200 Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius begrüßte die 200 Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Foto: Jasper Ehrich

Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) sprach ein Grußwort. Foto: Jasper Ehrich

Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) sprach ein Grußwort. Foto: Jasper Ehrich

Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) sprach ein Grußwort. Foto: Jasper Ehrich

Der Kaisersaal im Hamburger Rathaus war voll besetzt: 200 Gäste kamen zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017. Foto: Jasper Ehrich

Der Kaisersaal im Hamburger Rathaus war voll besetzt: 200 Gäste kamen zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017. Foto: Jasper Ehrich

Der Kaisersaal im Hamburger Rathaus war voll besetzt: 200 Gäste kamen zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017. Foto: Jasper Ehrich

Auf dem Programm der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur stand auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz. V.l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard Suess, Gina Graichen, Jonny Jacob, Heinzjürgen Ertmer (Moderation), Viola Laux und Prof. Dr. Ludwig Salgo. Foto: Jasper Ehrich

Auf dem Programm der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur stand auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz. V.l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard Suess, Gina Graichen, Jonny Jacob, Heinzjürgen Ertmer (Moderation), Viola Laux und Prof. Dr. Ludwig Salgo. Foto: Jasper Ehrich

Auf dem Programm der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur stand auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderschutz. V.l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard Suess, Gina Graichen, Jonny Jacob, Heinzjürgen Ertmer (Moderation), Viola Laux und Prof. Dr. Ludwig Salgo. Foto: Jasper Ehrich

Helge Adolphsen, ehemaliger Hauptpastor von St. Michaelis und Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: Der Verein AugenBlicke e.V. wurde mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Helge Adolphsen, ehemaliger Hauptpastor von St. Michaelis und Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: Der Verein AugenBlicke e.V. wurde mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Helge Adolphsen, Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger: Der Verein AugenBlicke wurde mit dem Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Laudator Helge Adolphsen (links) und Stifter Michael Lezius freuen sich mit den beiden Vertreterinnen von AugenBlicke e.V.. Der Verein erhielt den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017. Foto: Jasper Ehrich

Laudator Helge Adolphsen (links) und Stifter Michael Lezius freuen sich mit den beiden Vertreterinnen von AugenBlicke e.V.. Der Verein erhielt den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017. Foto: Jasper Ehrich

Laudator Helge Adolphsen (links) und Stifter Michael Lezius freuen sich mit den beiden Vertreterinnen von AugenBlicke e.V.. Der Verein erhielt den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017. Foto: Jasper Ehrich

Grund zur Freude hatte der Verein AugenBlicke e.V.: Das Team wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Grund zur Freude hatte der Verein AugenBlicke e.V.: Das Team wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Grund zur Freude hatte der Verein AugenBlicke e.V.: Das Team wurde mit dem mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis 2017 ausgezeichnet. Foto: Jasper Ehrich

Nach dem offiziellen Teil der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur kamen die Gäste beim Get Together ins Gespräch und informierten sich an den Ständen der Mitveranstalter über weitere Kinderschutzprojekte in Hamburg. Foto: Jasper Ehrich

Nach dem offiziellen Teil der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur kamen die Gäste beim Get Together ins Gespräch und informierten sich an den Ständen der Mitveranstalter über weitere Kinderschutzprojekte in Hamburg. Foto: Jasper Ehrich

Nach dem offiziellen Teil der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur kamen die Gäste beim Get Together ins Gespräch und informierten sich an den Ständen der Mitveranstalter über weitere Kinderschutzprojekte in Hamburg. Foto: Jasper Ehrich

Kinderschutz war auch in den Gesprächsrunden nach dem offiziellen Veranstaltungsteil ein wichtiges Thema. V.l.n.r.: Stefan Renz, Arzt und Mitglied der Stiftungs-Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung, Philipp Heißner, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (CDU), Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist aus Frankfurt/Main, Prof. Dr. Klaus Puschel, Hamburger Rechtsmediziner und Stifter Michael Lezius. Foto: Jasper Ehrich

Kinderschutz war auch in den Gesprächsrunden nach dem offiziellen Veranstaltungsteil ein wichtiges Thema. V.l.n.r.: Stefan Renz, Arzt und Mitglied der Stiftungs-Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung, Philipp Heißner, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (CDU), Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist aus Frankfurt/Main, Prof. Dr. Klaus Puschel, Hamburger Rechtsmediziner und Stifter Michael Lezius. Foto: Jasper Ehrich

Kinderschutz war auch in den Gesprächsrunden nach dem offiziellen Veranstaltungsteil ein wichtiges Thema. V.l.n.r.: Dr. Stefan Renz, Hamburger Kinderarzt und Mitglied der Stiftungs-Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung, Philipp Heißner, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (CDU), Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist aus Frankfurt/Main, Prof. Dr. Klaus Puschel, Hamburger Rechtsmediziner, und Stifter Michael Lezius. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius (rechts) begrüßte den Hamburger Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU) als Gast bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius (rechts) begrüßte den Hamburger Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU) als Gast bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Stifter Michael Lezius (rechts) begrüßte den Hamburger Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg (CDU) als Gast bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Der Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung lud zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 ins Hamburger Rathaus ein: Stifter Michael Lezius (links) und Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung. Foto: Jasper Ehrich

Der Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung lud zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 ins Hamburger Rathaus ein: Stifter Michael Lezius (links) und Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung. Foto: Jasper Ehrich

Der Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung lud zur 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 ins Hamburger Rathaus ein: Stifter Michael Lezius (links) und Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung. Foto: Jasper Ehrich

Das Ligatura Quartett unter der Leitung von Robert Löcken (links) sorgte für den musikalischen Rahmen bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Das Ligatura Quartett unter der Leitung von Robert Löcken (links) sorgte für den musikalischen Rahmen bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Das Ligatura Quartett unter der Leitung von Robert Löcken (links) sorgte für den musikalischen Rahmen bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus. Foto: Jasper Ehrich

Der Deutsche Kinderverein aus Essen informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Mit Hilfe prominenter Botschafter hat der Verein eine Kampagne gegen Kindesmisshandlung gestartet. Foto: Jasper Ehrich

Der Deutsche Kinderverein aus Essen informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Mit Hilfe prominenter Botschafter hat der Verein eine Kampagne gegen Kindesmisshandlung gestartet. Foto: Jasper Ehrich

Der Deutsche Kinderverein aus Essen informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Mit Hilfe prominenter Botschafter hat der Verein eine Kampagne gegen Kindesmisshandlung gestartet. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger Ehlerding-Stiftung informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihr Projekt mitKids Aktivpatenschaften. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger Ehlerding-Stiftung informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihr Projekt mitKids Aktivpatenschaften. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger Ehlerding-Stiftung informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihr Projekt mitKids Aktivpatenschaften. Foto: Jasper Ehrich

Der Landesverband Hamburg, Mitglied im SozialVerband Deutschland (SoVD), informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Landesverband Hamburg, Mitglied im SozialVerband Deutschland (SoVD), informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Landesverband Hamburg, Mitglied im SozialVerband Deutschland (SoVD), informierte als Mitveranstalter die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger BerndtSteinKinder Stiftung informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Projekte. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger BerndtSteinKinder Stiftung informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Projekte. Foto: Jasper Ehrich

Die Hamburger BerndtSteinKinder Stiftung informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Projekte. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "Von Anfang an" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "Von Anfang an" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "Von Anfang an" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Die API Kinder- und Jugendstiftung aus Hamburg informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Arbeit. Ihre aktuelle Kampagne #schüttelntötet macht auf die gefährlichen Folgen eines Schütteltraumas aufmerksam. Foto: Jasper Ehrich

Die API Kinder- und Jugendstiftung aus Hamburg informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Arbeit. Ihre aktuelle Kampagne #schüttelntötet macht auf die gefährlichen Folgen eines Schütteltraumas aufmerksam. Foto: Jasper Ehrich

Die API Kinder- und Jugendstiftung aus Hamburg informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über ihre Arbeit. Ihre aktuelle Kampagne #schüttelntötet macht auf die gefährlichen Folgen eines Schütteltraumas aufmerksam. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "SchreiBabyAmbulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfe" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "SchreiBabyAmbulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfe" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

Der Hamburger Verein "SchreiBabyAmbulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfe" informierte die Gäste der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur über seine Arbeit. Foto: Jasper Ehrich

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Am 18.12.2017 fand die 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur unter dem Motto „Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken“ im Hamburger Rathaus statt. 200 Gäste kamen auf Einladung der Yagmur Gedächtnisstiftung und vieler Mitveranstalter im Kaisersaal zusammen.

Nach einer kurzen Einführung von Stifter Michael Lezius richtete Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard ein Grußwort an die Gäste. In einer anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage, wie Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser geschützt werden können. Wie sich der Hamburger Senat im vergangenen Jahr dem Thema Kinderschutz angenommen hat, verdeutlicht der Sachstandsbericht 2017, den die Yagmur Gedächtnisstiftung zur Gedenkveranstaltung veröffentlicht hat.

Höhepunkt der Gedenkveranstaltung war die Verleihung des Yagmur Erinnerungspreises 2017. Die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung wird an eine Person oder Organisation vergeben, die sich in besonderer Weise für den Kinderschutz engagiert. In diesem Jahr wurde der Hamburger Verein AugenBlicke geehrt. Helge Adolphsen, Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hielt die Laudatio. Der Yagmur Erinnerungspreis war 2016 erstmals verliehen worden. Erster Preisträger war der Arbeitskreis Dulsberg mit seiner Plakatkampagne „Wir vom Dulsberg sagen NEIN“.

Pressemitteilung: AugenBlicke e.V. erhält Yagmur Erinnerungspreis 2017

3. Gedenkveranstaltung für Yagmur mit Verleihung des Yagmur-Erinnerungspreises „Zivilcourage im Kinderschutz“ und Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen?“       

Der Tod der dreijährigen Yagmur im Jahr 2013 hat die Hamburger so schockiert, dass viele Menschen den Kinderschutz in der Stadt verbessern wollen und sich der Yagmur Gedächtnisstiftung anschließen. Der 18. Dezember, Yagmurs Todestag, ist also zugleich Gedenktag und Tag der Mahnung für die Stärkung von Kinderrechten.

Schon die Tatsache, dass 18 Mitveranstalter den 3. Gedenktag für Yagmur gemeinsam tragen, zeigt den Willen, im Kinderschutz voranzukommen. Und das ist dringend nötig, denn seit Yagmurs Tod sind zwei weitere Kinder, Tayler (2015) und Ayesha (2017), unter der Aufsicht der Behörden an häuslicher Gewalt gestorben. „Das können wir nicht akzeptieren“, sagt Michael Lezius, Vorsitzender der Yagmur Gedächtnisstiftung, und fordert mehr Sicherheit für Kinder.

Lezius leistet einen Beitrag dazu, dass Kinder bei Vernachlässigung und körperlicher oder seelischer Misshandlung gesehen werden. Er setzt sich mit seiner Stiftung dafür ein, dass Jugendhilfe, Gerichte, Politik und nicht zuletzt die Zivilgesellschaft tätig werden. „Diesen Kindern muss bei Gefahr sofort geholfen werden“, sagt Lezius „ehe noch Schlimmeres geschieht.“ Er postuliert eine „Kultur der Achtsamkeit und des Handelns“ gegenüber Kindern.

Bei der Veranstaltung im Rathaus spricht die Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Dr. Melanie Leonhard (SPD) ein Grußwort. Sie geht darin auf die aktuelle Lage in Hamburg ein, zeigt Probleme und Lösungsansätze auf. Auch die von der Stadt geplanten Initiativen in der Jugendhilfe werden Thema sein.“ Für den Hamburger Senat hat der Schutz von Kindern oberste Priorität. Deshalb setzen wir uns für  eine stetige Weiterentwicklung des Kinderschutzes ein. Dies kann nur gelingen, wenn die unterschiedlichen Institutionen wie Jugendhilfe, Schule, Gesundheit und Polizei eng vernetzt zusammenarbeiten und das Wohl des Kindes stets in den Mittelpunkt stellen.“ (Dr. Melanie Leonhard)

Auf dem Podium diskutieren zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen?“ Jonny Jacob (25), Pflegekind, Prof. Dr. Gerhard Suess, Entwicklungspsychologe, HAW Hamburg, Gina Graichen, Landeskriminalamt Berlin, Viola Laux, BASFI, und Prof. Dr. Ludwig Salgo, Jurist und Mitglied der „Enquete-Kommission Kinderschutz“ in Hamburg. Moderator ist Heinz-Jürgen Ertmer, Jugendamtsleiter und Coach in Herten, NRW.

Mit dem-Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ werden jetzt zum zweiten Mal Menschen und Institutionen ausgezeichnet, die sich beispielhaft für den Kinderschutz einsetzen. Den diesjährigen Preis erhält „AugenBlicke e.V.“ Hamburg für die hervorragende Arbeit mit „belasteten Familien“. Helge Adolphsen, Hauptpastor em. St. Michaelis, hält die Laudatio.

Am 18.12. veröffentlicht die Yagmur Gedächtnisstiftung zudem den 90-seitigen Sachstandsbericht 2017 zur Kinderschutzpraxis des Hamburger Senats.

Kontakt:

Michael Lezius
lezius@yagmur-stiftung.hamburg

3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2017

Unter dem Motto „Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken“ findet am Montag, den 18. Dezember 2017 die 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur statt. Die Yagmur Gedächtnisstiftung lädt gemeinsam mit den Bürgerschaftsfraktionen von SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen alle Interessierten ab 19 Uhr in den Kaisersaal des Hamburger Rathauses ein. Bereits ab 17.30 Uhr können Besucher mit Kooperationspartnern der Yagmur Gedächtnisstiftung an Infoständen zum Thema Kinderschutz ins Gespräch kommen.

Zu Beginn der Gedenkveranstaltung wird Senatorin Dr. Melanie Leonhard, Präses der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, ein Grußwort sprechen. Anschließend diskutieren Gäste auf dem Podium zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen?“. Moderiert wird die Runde von Heinzjürgen Ertmer, ehemaliger Sozialarbeiter und Jugendamtsleiter aus Herten.

Bereits zum zweiten Mal wird in diesem Jahr der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ vergeben. Helge Adolphsen, früherer Hauptpastor von St. Michaelis Hamburg und Vorsitzender der Stiftungs-Jury, hält die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger. Die Jury zeichnet aus allen eingegangenen Bewerbungen eine Person oder Institution aus, die sich mutig für den Kinderschutz einsetzt. Im vergangenen Jahr wurde der Arbeitskreis Dulsberg mit seiner Plakatkampagne „Wir vom Dulsberg sagen NEIN“ geehrt. Der Yagmur Erinnerungspreis ist mit 2000 Euro dotiert und wird seit 2016 im Rahmen der jährlichen Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember vergeben.

Mit der Gedenkveranstaltung möchte die Yagmur Gedächtnisstiftung auf Gesetzeslücken und Versäumnisse im Kinderschutz aufmerksam machen. Gleichzeitig will sie die beteiligten Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringen, um an Lösungen für einen besseren Kinderschutz zu arbeiten. In der Yagmur Gedächtnisstiftung engagieren sich Vertreter aus allen Bereichen dafür, dass sich Schicksale wie das von Yagmur nicht wiederholen. Das Mädchen aus Hamburg war am 18. Dezember 2013 durch Misshandlungen ihrer Eltern ums Leben gekommen.

Erschüttert von den Versäumnissen der Behörden, die im Rahmen des PUA Yagmur und des Gerichtsprozesses gegen Yagmurs Eltern ans Licht gekommen waren, gründete Michael Lezius im April 2016 die Yagmur Gedächtnisstiftung. Er ist selbst Vater und Pflegevater von inzwischen erwachsenen Kindern.

 

Anmeldungen für die 3. Gedenkveranstaltung bitte mit Angabe des Namens, der Adresse und Telefonnummer bitte bis zum 11. Dezember per E-Mail an anmeldung@yagmur-stiftung.hamburg.

Der Programmflyer für die 3. Gedenkveranstaltung steht hier als PDF zum Download bereit.

Pressemitteilung: Bewerbungsfrist für Yagmur Erinnerungspreis verlängert

Pressemitteilung

Hamburg, den 06.10.2017

Verlängerung der Bewerbungsfrist für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ bis zum 31.10.17

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder Institutionen, die sich mutig für den Kinderschutz einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2017 einzureichen. Die siebenköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e. V., entscheidet dann über die Preisvergabe.

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung an Yagmurs Todestag, dem 18. Dezember, im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 umgebracht worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert.

Im Jahr 2016 wurden 133 Kinder in Deutschland von den Eltern durch Misshandlungen getötet, 4204 Kinder körperlich misshandelt, und 13210 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 78 versuchte Tötungen an Kindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel: Mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern.

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31.10.2017 an: lezius@yagmur-stiftung.hamburg oder per Post an:

Yagmur Gedächtnisstiftung
Erika-Mann-Bogen 15
22081 Hamburg

Für die Bewerbung bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namen und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an Michael Lezius:
Tel: (040) 603 95 64
Mobil: 01577 – 273 24 53

E-Mail: lezius@yagmur-stiftung.hamburg
Website: yagmur-stiftung.hamburg

Stifter Michael Lezius im Interview

Anfang September war Stifter Michael Lezius zu Gast im Patriotischen Salongespräch bei TIDE TV. Eineinhalb Stunden interviewte ihn Ruth-Esther Geiger zu seinem Werdegang und seinem vielfältigen Engagement in Sachen Kinderschutz. In dem Gespräch erläutert Michael Lezius, warum er die Yagmur Gedächtnisstiftung gegründet hat und sich für gesetzlich verankerte Kinderrechte einsetzt.

Das Interview ist in voller Länge auf YouTube abrufbar.