Aktuelles

Dokumentation zur 4. Gedenkveranstaltung erschienen

Dokumentation der 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2018

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten kommen im Hamburger Rathaus Menschen zusammen, um dem Tod der kleinen Yagmur zu gedenken. Die Veranstaltung wird aber auch dafür genutzt, um nach vorne zu blicken und Impulse zu geben für einen besseren Kinderschutz in Hamburg und der gesamten Bundesrepublik. Expert*innen und Akteure aus verschiedenen Bereichen berichten auf dieser jährlichen Gedenkveranstaltung von ihrer Forschung und praktischen Arbeit.

Am 18. Dezember 2018 waren die ehemalige Justizsenatorin von Hamburg und Berlin, Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, der Kinderschutz-Rechtsexperte Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo sowie der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission zum Kinderschutz der Hamburger Bürgerschaft, Daniel Oetzel (FDP), zu Gast. Der Hamburger Kinderliedautor Rolf Zuckowski berichtete von seinem Engagement für Kinder und musizierte gemeinsam mit dem Kinder-Mandolinenorchester Hamburg-St. Georg. Außerdem wurde die Stiftung SeeYou für ihr Programm „Babylotsen“ mit dem Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2018 ausgezeichnet.

Alle Redebeiträge der 4. Gedenkveranstaltung wurden mit vielen Fotos in einer Dokumentation veröffentlicht. Sie kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Workshop zum Kinderschutz in Hamburg am 31.8.2019

Die Yagmur Gedächtnisstiftung lädt zum 2. Dialogtag über Kinderschutz in Hamburg ein. Am 31. August 2019 veranstaltet sie zum zweiten Mal einen Workshop, bei dem verschiedene Akteure und Interessenten Erfahrungen und Gedanken rund um den Kinderschutz austauschen können. Die Stiftung möchte mit dem Dialogtag Brücken bauen für eine bessere Kommunikation aller am Kinderschutz Beteiligten.

Workshop beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz in Hamburg – Foto: Silke Hirschfeld

Prof. Dr. Tilman Lutz vom Rauhen Haus und Prof. Dr. Ludwig Salgo von der Goethe-Universität Frankfurt werden im Rahmen des Workshoptags Fachvorträge halten zur Beteiligung von Herkunfts- und Pflegefamilien.

Moderiert wird die Veranstaltung von den Sozialpädagoginnen und Systemischen Beraterinnen Anita Hüseman und Uta Behrend.

31. August 2019, 11-18 Uhr
Haus der Familie, St. Pauli
Bei der Schilleroper 15
22767 Hamburg (U3 – Feldstraße)

Das Programm zum Workshop ist hier als Download verfügbar.

Anmeldung zum Workshop bis zum 26.8.2019 unter Angabe des Namens/Institution, der Adresse und Telefonnummer per E-Mail an michael.lezius@web.de

Bewerbung für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2019

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000,-  Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen und Institutionen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder  die sich mutig für den Kinderschutz, die Kinderrechte und das Kindeswohl einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort – nur per Mail – Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2019 einzureichen. Die sechsköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, André Trepoll, CDU – Fraktionsvorsitzender in der Hamburger Bürgerschaft und Frau Dr. Isabella Vértes-Schütter, SPD, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, entscheidet dann über die Preisvergabe. 

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung am 17. Dezember 2019 im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 getötet worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert. 

Im Jahr 2018 wurden 136 Kinder in Deutschland durch Misshandlungen getötet, 4129 Kinder körperlich misshandelt und 14000 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich 98 versuchte Tötungen an Kindern. 

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel ist mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern. 

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V., der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert, 2018 an die Babylotsen der Stiftung Seeyou des Katholischen Krankenhaus Wilhelmstift.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 30. September 2019 an: lezius@yagmur-stiftung.hamburg

Für die digitale Bewerbung – maximal zwei Seiten –  bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namens und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an: 

Michael Lezius: Tel: (040) 603 95 64 

Mobil: 01577 – 273 24 53 

E-Mail: lezius@yagmur-stiftung.hamburg

Yagmur Gedächtnisstiftung mit Bürgerpreis geehrt

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde am 2. November 2018 mit dem Anerkennungspreis im Rahmen des Hamburger Bürgerpreises ausgezeichnet. Die CDU Hamburg verleiht seit dem Jahr 1982 den Hamburger Bürgerpreis, um Vorbilder menschlichen und demokratischen Verhaltens sowie Gemeinsinns in der Bundesrepublik Deutschland zu ehren. Michael Lezius, der die Yagmur Gedächtnisstiftung nach dem Tod der kleinen Yagmur gegründet hat, nahm den Preis entgegen. „Sein Engagement verkörpert auf vorbildliche Weise bürgerschaftliches Engagement, das in Hamburg stets hochgehalten wird „, sagte Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer in seiner Laudatio. „Sie wollen, dass Hamburg die kinderfreundlichste Stadt in Deutschland wird“, sagte Michael Lezius in seiner Dankesrede an die Vertreter der CDU gerichtet. „Organisieren Sie einmal im Jahr einen großen Kinderschutzkongress aller demokratischen Parteien der Hamburger Bürgerschaft. Ich bin sicher, dass die Gewalt, das psychische Leiden und der Missbrauch gegenüber Kindern sich reduziert.“

Michael Lezius nahm für die Yagmur Gedächtnisstiftung den Anerkennungspreis im Rahmen des Hamburger Bürgerpreises entgegen.

Yagmur Erinnerungspreis 2018 geht an Programm Babylotse der Stiftung SeeYou

Der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ 2018 geht an das Programm Babylotse der Stiftung SeeYou. Helge Adolphsen (links im Bild), Vorsitzender der Jury, übergab den Preis an Dr. Sönke Siefert. Gestiftet wurde der Preis von Michael Lezius (rechts im Bild), Gründer und Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung. Foto: Jasper Ehrich Fotografie / www.jasper-ehrich.de

Am Dienstag, den 18.12.2018 fand im vollbesetzten Kaisersaal des Hamburger Rathauses die 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur statt. In diesem Rahmen wurde zum dritten Mal der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ vergeben. Diesjähriger Preisträger ist die Stiftung SeeYou – Stark für Familien mit dem Programm Babylotse. Chefarzt Dr. Sönke Siefert, Gründer und Geschäftsführer der Stiftung, nahm den Preis vom Jury-Vorsitzenden Helge Adolphsen entgegen.

Weitere Bilder des Preisträgers finden Sie in der Slideshow. Klicken Sie auf die Pfeile links und rechts am Bildrand, um vor- und zurückzublättern.

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_15

Dr. Sönke Siefert (links), Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, nahm den Yagmur Erinnerungspreis 2018 vom Jury-Vorsitzenden Helge Adolphsen entgegen. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Dr. Sönke Siefert (links), Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, nahm den Yagmur Erinnerungspreis 2018 vom Jury-Vorsitzenden Helge Adolphsen entgegen. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Dr. Sönke Siefert (links), Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, nahm den Yagmur Erinnerungspreis 2018 vom Jury-Vorsitzenden Helge Adolphsen entgegen. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_16

Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, bedankte sich für den Yagmur Erinnerungspreis 2018, den er im Rahmen der 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2018 im Hamburger Rathaus entgegennahm. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, bedankte sich für den Yagmur Erinnerungspreis 2018, den er im Rahmen der 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2018 im Hamburger Rathaus entgegennahm. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, bedankte sich für den Yagmur Erinnerungspreis 2018, den er im Rahmen der 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2018 im Hamburger Rathaus entgegennahm. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_12

Michael Lezius (Mitte), Stifter und Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung, und seine Frau Sabine Schröder-Lezius freuen sich mit dem Preisträger 2018. Dr. Sönke Siefert (rechts), Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, nahm den Yagmur Erinnerungspreis 2018 entgegen. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Michael Lezius (Mitte), Stifter und Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung, und seine Frau Sabine Schröder-Lezius freuen sich mit dem Preisträger 2018. Dr. Sönke Siefert (rechts), Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, nahm den Yagmur Erinnerungspreis 2018 entgegen. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Michael Lezius (Mitte), Stifter und Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung, und seine Frau Sabine Schröder-Lezius freuen sich mit dem Preisträger 2018. Dr. Sönke Siefert (rechts), Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, nahm den Yagmur Erinnerungspreis 2018 entgegen. Ausgezeichnet wurde das Programm Babylotse, das junge Eltern vor und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_14

Der Yagmur Erinnerungspreis wurde 2018 zum dritten Mal vergeben. Mit ihm zeichnet die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung Bürger und Einrichtungen aus, die sich in besonderer Weise dem Kinderschutz in der Hansestadt Hamburg verschrieben haben. Foto: Jasper Ehrich

Der Yagmur Erinnerungspreis wurde 2018 zum dritten Mal vergeben. Mit ihm zeichnet die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung Bürger und Einrichtungen aus, die sich in besonderer Weise dem Kinderschutz in der Hansestadt Hamburg verschrieben haben. Foto: Jasper Ehrich

Der Yagmur Erinnerungspreis wurde 2018 zum dritten Mal vergeben. Mit ihm zeichnet die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung Bürger und Einrichtungen aus, die sich in besonderer Weise dem Kinderschutz in der Hansestadt Hamburg verschrieben haben. Bisherige Preisträger waren der Arbeitskreis Dulsberg für eine Plakataktion zum Kinderschutz (2016), die Beratungseinrichtung Augenblicke e.V. (2017) sowie die Stiftung SeeYou für das Programm Babylotse (2018). Foto: Jasper Ehrich

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_17

Herzlichen Applaus vom Publikum der 4. Gedenkveranstaltung bekam das gesamte Team, das hinter dem Programm Babylotse steht. Unter allen Bewerbern hatte die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung das Programm Babylotse als Gewinner des Yagmur Erinnerungspreises 2018 ausgewählt. Foto: Jasper Ehrich

Herzlichen Applaus vom Publikum der 4. Gedenkveranstaltung bekam das gesamte Team, das hinter dem Programm Babylotse steht. Unter allen Bewerbern hatte die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung das Programm Babylotse als Gewinner des Yagmur Erinnerungspreises 2018 ausgewählt. Foto: Jasper Ehrich

Herzlichen Applaus vom Publikum der 4. Gedenkveranstaltung bekam das gesamte Team, das hinter dem Programm Babylotse steht. Unter allen Bewerbern hatte die Jury der Yagmur Gedächtnisstiftung das Programm Babylotse als Gewinner des Yagmur Erinnerungspreises 2018 ausgewählt. Foto: Jasper Ehrich

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_10

Stellvertretend für das gesamte Team hinter dem Programm Babylotse nahm Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, den Yagmur Erinnerungspreis 2018 entgegen. Foto: Jasper Ehrich

Stellvertretend für das gesamte Team hinter dem Programm Babylotse nahm Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, den Yagmur Erinnerungspreis 2018 entgegen. Foto: Jasper Ehrich

Stellvertretend für das gesamte Team hinter dem Programm Babylotse nahm Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, den Yagmur Erinnerungspreis 2018 entgegen. Foto: Jasper Ehrich

YGS_Erinnerungspreis2018_Babylotsen_01

Am Infostand beantworteten die Teammitglieder Fragen zu dem Programm, das mit dem Yagmur Gedächtnispreis 2018 ausgezeichnet worden ist: Mit Hilfe von Babylotsinnen werden junge Eltern während und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Am Infostand beantworteten die Teammitglieder Fragen zu dem Programm, das mit dem Yagmur Gedächtnispreis 2018 ausgezeichnet worden ist: Mit Hilfe von Babylotsinnen werden junge Eltern während und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

Am Infostand beantworteten die Teammitglieder Fragen zu dem Programm, das mit dem Yagmur Gedächtnispreis 2018 ausgezeichnet worden ist: Mit Hilfe von Babylotsinnen werden junge Eltern während und nach der Schwangerschaft unterstützt. Foto: Jasper Ehrich

previous arrow
next arrow

Einladung zur 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2018

Die Yagmur Gedächtnisstiftung lädt ein zur 4. Gedenkveranstaltung für Yagmur am Dienstag, 18. Dezember 2018, 18 Uhr im Hamburger Rathaus. Den Todestag von Yagmur möchte sie gemeinsam mit 17 Mitveranstaltern zum Anlass nehmen, um auf das Schicksal von misshandelten Kindern in Hamburg und dem Bundesgebiet aufmerksam zu machen. Yagmur wurde nur drei Jahre alt. Sie starb am 18. Dezember 2013 nach schwerer Misshandlung durch ihre leiblichen Eltern.

Die 4. Gedenkveranstaltung steht dieses Mal unter dem Motto „Kinderrechte im Grundgesetz verankern“. Dazu spricht die ehemalige Hamburger und Berliner Justizsenatorin Dr. Lore Maria Puschel-Gutzeit. Ebenfalls zu Gast ist der Hamburger Kinderliedautor und Sänger Rolf Zuckowski. Er wird nicht nur mit einigen Musikstücken zu hören sein, sondern auch erläutern, warum Kinderlieder für die Entwicklung von Körper, Seele und Geist wichtig sind.

Außerdem wird zum dritten Mal der Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ vergeben. Bisherige Preisträger waren der Arbeitskreis Dulsberg und die Beratungsstelle Augenblicke e.V..

Das vollständige Programm zur 4. Gedenkveranstaltung steht hier zum Download zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: anmeldung@yagmur-stiftung.hamburg. Die Stände der Mitveranstalter sind ab 16.30 Uhr geöffnet, das Programm beginnt um 18 Uhr.

 

Verlängerung der Bewerbungsfrist für den Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ bis zum 31.10.18

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wird den mit 2000 Euro dotierten Yagmur Erinnerungspreis „Zivilcourage im Kinderschutz“ in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. „Mit dem Erinnerungspreis ehren wir Menschen, die sich nicht gescheut haben, auf Missstände beim Kinderschutz oder Gefahren für das Kindeswohl hinzuweisen oder Institutionen, die sich mutig für den Kinderschutz einsetzen“, sagt Stifter Michael Lezius.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung ruft deshalb die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ab sofort Bewerbungen und Vorschläge für den Yagmur Erinnerungspreis 2018 einzureichen. Die siebenköpfige Stiftungs-Jury, u. a. vertreten durch St.-Michaelis-Hauptpastor em. Helge Adolphsen, Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e. V. entscheidet dann über die Preisvergabe.

Die Preisverleihung wird auch in diesem Jahr im Rahmen der feierlichen Gedenkveranstaltung an Yagmurs Todestag, dem 18. Dezember, im Hamburger Rathaus stattfinden. Der Tod der dreijährigen Yagmur, die von ihren Eltern im Jahr 2013 umgebracht worden war, hat die Menschen in Hamburg tief erschüttert.

Im Jahr 2017 wurden 143 Kinder in Deutschland von den Eltern durch Misshandlungen getötet, 4000 Kinder körperlich misshandelt, und 14000 Kinder missbraucht. Das BKA meldet zusätzlich viele versuchte Tötungen an Kindern.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung wurde als Verbrauchsstiftung für die Dauer von zehn Jahren im März 2016 gegründet. Ihr Ziel: Mehr Sensibilität, Bewusstsein und gesellschaftliches Verantwortungsgefühl in der Öffentlichkeit für Kinderschutz zu fördern.

Der Yagmur Erinnerungspreis 2016 ging an den Arbeitskreis Dulsberg (AKD) für bürgernahe, präventive Kinderschutzarbeit, 2017 an den Verein „AugenBlicke e.V.“, der sich mit hervorragender Arbeit um „belastete Familien“ kümmert.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen oder Vorschläge bis zum 31.10.2018 an: lezius@yagmur-stiftung.hamburg oder per Post an:

Yagmur Gedächtnisstiftung,

Erika-Mann-Bogen 15, 22081 Hamburg

Für die Bewerbung bedarf es einer schriftlichen Begründung des Vorschlags einschließlich des Namen und der Kontaktdaten der jeweiligen Personen oder Institutionen.

Presseanfragen zu Preis, Stiftung oder Preisverleihung bitte an

Michael Lezius: Tel: (040) 603 95 64
Mobil: 01577 – 273 24 53
E-Mail: lezius@yagmur-stiftung.hamburg
Website: www.yagmur-stiftung.hamburg

Rückblick: Workshop mit Kinderschutz-Akteuren

Kaum eine andere Institution schafft es, in Hamburg so viele verschiedene, stets kundige Perspektiven, Fachleute und Betroffene zusammenzubringen und gemeinsam für den Schutz unserer Kleinsten einzuspannen. Dafür gebührt der Yagmur-Stiftung unser Dank.

Philipp Heißner
Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft

Fachsprecher der CDU-Fraktion für Familie, Kinder, Jugend

 

An diesem Tag ist tatsächlich gelungen, was immer eingefordert wird: Brücken zu bauen im Kinderschutz, die Perspektiven der einzelnen Akteur/innen verstehen zu lernen, die im Kinderschutz zusammenwirken – ohne alltäglichen Handlungsdruck, in schöner Umgebung, bestens verpflegt und von den Moderatorinnen klug geleitet. Ein herzlicher Dank an Sie, Herr Lezius, dafür dass Sie als Brückenbauer unterwegs sind und diesen Austausch ermöglicht haben.

Gabi Spieker
Leiterin der Abteilung Gestaltung der Jugendhilfe im Amt für Familie
Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Hamburg

 

Ich habe den Workshop als sehr wertvoll empfunden, weil er über den Kreis der mit dem Kinderschutz professionell befassten Institutionen hinaus den Dialog mit weiteren Interessengruppen – darunter ausdrücklichen Kritikern der derzeitigen Kinderschutzpraxis in Hamburg – ermöglicht hat. Im persönlichen Gespräch konnten Vorurteile abgebaut, Vorgehensweisen erläutert, Anregungen aufgenommen und Ideen entwickelt werden.

Dr. Guido Christensen
Vizepräsident
Hanseatisches Oberlandesgericht, Hamburg

 

Der Dialogtag „Sieben Blicke auf den Kinderschutz“ in Hamburg war eine wunderbare Begegnung mit engagierten Menschen, die sich für das Wohl des Kindes und dessen Schutz in unserer Stadt stark machen, sei es beruflich oder ehrenamtlich. Wir brauchen mehr davon, denn Austausch und Vernetzung sind wichtige Größen, um den Kinderschutz in Hamburg zu optimieren. 

Samia Kassid
Teamleitung Kinderrechte
World Future Council

 

Der workshop war hervorragend moderiert, wodurch ein so schwieriges und herausforderndes Thema wie Kinderschutz, noch dazu an einem Samstag,  „verdaut“ werden konnte. Die Einstimmung durch Herrn Dr. Hammer rahmte den Austausch der TeilnehmerInnen, indem er wichtige Entwicklungen und den gegenwärtigen Stand aufzeigte. Vielen Dank für den Mut, diesen Tag zu wagen, und Ihre offene und menschliche Art.

Prof. Dr. Gerhard J. Suess
HAW, Hamburg

 

Kinderschutz kann nur gelingen, wenn Fachleute unterschiedlicher Disziplinen sich austauschen und ihr Wissen zusammentragen. Das ist in diesem Workshop super gelungen!

Heidi Rosenfeld
Geschäftsführerin
Beratungs- und Frühinterventionsstelle Augenblicke e.V., Hamburg

 

Damit der Schutz von Kindern in Hamburg gelingen kann, ist eine gute Zusammenarbeit aller daran arbeitenden Kinderschutzakteure nötig. Untersuchungen zeigen, dass die Kooperation klappt, wenn sich die Akteure vorher kennen und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wurde, und wenn unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen der verschiedenen Disziplinen nicht als Widerspruch, sondern als gewinnbringende Erweiterung der Sicht verstanden werden.

Der Workshop „Sieben Blicke auf den Kinderschutz“ am 9.6.2018 im „Haus der Familie“ in Hamburg-St. Pauli hat mit diesem Anliegen begonnen. 70 Teilnehmer aus Justiz, Politik, Verwaltung, Jugendamt, Therapie, Schule, Kita, Stiftungen, Wissenschaft, Vereinen, Medien, Eltern, erwachsene Pflegekinder und Vertreter der Zivilgesellschaft kamen in kleinen Gruppen in den Dialog und lernten die Sichtweisen der anderen Akteure beim Kinderschutz kennen. Der Brückenbau wurde begonnen. Den aktuellen Bezug zum Thema stellte Dr. Wolfgang Hammer, der viele Jahre in der Leitung der BASFI arbeitete, in seinem Einführungsbeitrag her.

Vieles ist geschafft, doch die finanziellen, personellen, sachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sind noch zu verbessern. Vor allem Strukturveränderungen und Standards in der Verwaltung und in der Ausbildung müssen vorangetrieben werden, Fort- und Weiterbildungen verpflichtend sein. Alle Beteiligten sind mitzunehmen und anzuhören, besonders die Kinder selber.

Auch Themen wie Fehlermanagement, interdisziplinäre Arbeitskreise, Kennenlern-Workshops, Aushalten von Konflikten, Einrichten einer Ombudsstelle, Netzwerkmanagement, Konkurrenz und Stolpersteine wie z.B. Datenschutz wurden diskutiert.

Einigkeit bestand darin, dass immer das Kind im Fokus der Bemühungen stehen muss. Die Teilnehmer äußerten großes Interesse an einem weiteren Dialog. Im Jahr 2019 soll die Workshopreihe soll fortgesetzt werden.

Michael Lezius, 31.8.2018

Podiumsdiskussion von 3. Gedenkveranstaltung zum Nachlesen

Podiumsdiskussion bei der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18. Dezember 2017. Foto: Jasper Ehrich

Eine schriftliche Version der Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können wir Kinder nach einer Kindeswohlgefährdung besser schützen“, die im Rahmen der 3. Gedenkveranstaltung für Yagmur am 18.12.2017 im Hamburger Rathaus stattfand, ist nun in der Zeitschrift paten (Ausgabe 2/2018) erschienen.

Auf dem Podium waren zu Gast:

  • Jonny Jacob (25) – erwachsenes Pflegekind, Student, Mohrkirch/Kiel
  • Prof. Dr. Gerhard Suess – Klinische und Entwicklungspsychologie, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
  • Gina Graichen – Landeskriminalamt, Berlin
  • Viola Laux – Leiterin des Referates „Erziehungshilfen und Schutz junger Menschen“, BASFI, Hamburg
  • Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo – Mitglied der Enquete-Kommission Kinderschutz und Kinderrechte stärken, Frankfurt/Main

Moderiert wurde die Runde von Heinzjürgen Ertmer, ehemaliger Sozialarbeiter und Jugendamtsleiter.

Wir bedanken uns bei Christoph Malter von der Redaktion der Fachzeitschrift paten für die schriftliche Dokumentation der Diskussionsrunde.

Wolfgang Hammer fordert unabhängigen Kinderrechtsbeauftragten

Dr. Wolfgang Hammer, langjähriger Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe der Hamburger Sozialbehörde, war Anfang Juni zu Gast beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz.

Dr. Wolfgang Hammer beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz in Hamburg – Foto: Christian Rosenfeld

„Brücken bauen für Hamburgs Kinder gelingt nicht als Kuschelkurs, sondern setzt die ernsthafte Auseinandersetzung um Probleme und Handlungsbedarfe zum Wohl unserer Kinder voraus“, sagte Hammer in seinem Vortrag. An die Hamburger Politik appellierte er: „Geben Sie dem Thema Kinderrechte als Parlament eine hohe Priorität und setzen Sie sich für einen unabhängigen Beauftragten für Kinderrechte der Hamburgischen Bürgerschaft ein!“

Workshop beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz in Hamburg – Foto: Silke Hirschfeld

Der 1. Dialogtag zum Kinderschutz fand am 6. Juni 2018 auf Initiative der Yagmur Gedächtnisstiftung im Hamburger Stadtteil St. Pauli statt. Stifter Michael Lezius hatte verschiedene Akteure zu einem gemeinsamen Workshop eingeladen. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Bereichen kamen dabei zusammen – aus Politik und Verwaltung, Jugendamt und Familiengericht, Pflegelternverbänden und Stiftungen, Beratungsstellen und Vereinen. Sie trafen sich im Haus der Familie St. Pauli, um sich einen Tag lang in geschützter Atmosphäre auszutauschen und darüber nachzudenken, wie der Kinderschutz in Hamburg verbessert werden kann. Nach der Begrüßung durch Michael Lezius und dem Vortrag von Dr. Wolfgang Hammer arbeiteten die Teilnehmer in Gruppen an Themen wie Vernetzung und Partizipationsmöglichkeiten der verschiedenen Akteure sowie konkrete Hilfe für betroffene Kinder.

 

Zum Download:

Vortrag von Dr. Wolfgang Hammer zum Thema „Sieben Brücken für Hamburgs Kinder“ beim 1. Dialogtag zum Kinderschutz